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Im Südwesten Deutschlands sind die Großen zu Hause: Baden-Württemberg hat zahlreiche bekannte Firmen geboren und gilt als eine der wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland. Die größten Unternehmen in Baden-Württemberg rufen überdurchschnittlich viele Innovationen ins Leben – ganze 4,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts investiert das Bundesland in die Forschung und Entwicklung. Das bedeutet einen signifikanten Vorsprung auf europäischer Ebene.

Die 10 größten Unternehmen in Baden-Württemberg

Dass weltweit ein großes Interesse an Erzeugnissen aus Baden-Württemberg besteht, zeigt die Exportquote, die bei 50 Prozent liegt. Doch welche Unternehmen sind es, die die Wirtschaft nachhaltig stärken? Im Folgenden haben wir die 10 größten Unternehmen in Baden-Württemberg übersichtlich aufgelistet.

Daimler AG

Der Automobilkonzern Daimler ist einer der weltweit erfolgreichsten Hersteller von Luxus- und Premium-Personenkraftwagen sowie Nutzfahrzeugen. Mit rund 170.000 Mitarbeitern hierzulande gehört Daimler zu den 10 größten Arbeitgebern Deutschlands.

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Daimler AG

Mercedes-Benz Vertrieb Deutschland Unternehmenszentrale in Berlin. (Foto: Daimler AG)

Zu den bedeutendsten Geschäftsfeldern des Spitzenunternehmens zählen Daimler Mobility, Mercedes-Benz Cars & Vans sowie Daimler Trucks & Buses. Nachdem sich die ehemalige Daimler-Benz AG mit der Chrysler Corporation aus den USA zusammenschloss, gründete sich die DaimlerChrysler AG (seit 2007: Daimler AG) 1998 in Stuttgart.

Mit durchschnittlich 293.100 Mitarbeitern weltweit und einem Jahresumsatz von 172,7 Milliarden Euro besetzt die Daimler AG die wirtschaftliche Spitzenposition in Baden-Württemberg.

Schwarz Gruppe

Als größtes Handelsunternehmen Europas ist die Schwarz Gruppe die Muttergesellschaft der Handelssparten Kaufland (führend bei Großflächen) und Lidl (zweitgrößter deutscher Discounter nach Aldi). Weiterhin ist sie mit der Schwarz Produktion in der Lebensmittelherstellung sowie mit PreZero bei Umweltdienstleistungen tätig. So können Wertstoffkreisläufe selbstständig geschlossen werden.

LIDL

Lidl ist Deutschlands beliebtester Discounter. (Foto: hans engbers / Shutterstock.com)

Das Neckarsulmer Unternehmen wurde 1930 durch den Eintritt des Heilbronner Kaufmanns Josef Schwarz in die Lidl & Co. Südfrüchtenhandlung gegründet, beschäftigt heute 458.000 Mitarbeiter und hat einen Umsatz von 113 Milliarden Euro.

Robert Bosch GmbH

Das in Stuttgart ansässige Unternehmen mit seiner Hauptverwaltung in Gerlingen gilt als größter Automobilzulieferer der Welt. Darüber hinaus stellt der Konzern Industrietechnik, Energie- und Gebäudetechnik sowie Gebrauchsgüter her.

Dazu zählen unter anderem Sicherheitssysteme, aber auch Haushaltsgeräte und Elektrowerkzeuge. Der Bereich Automobil macht rund 60 Prozent des gesamten Konzernumsatzes aus. Das Unternehmen wurde 1886 in Stuttgart gegründet. In der Robert Bosch GmbH arbeiten etwa 394.500 Mitarbeiter. Der Umsatz beläuft sich auf 77,9 Milliarden Euro.

ZF Friedrichshafen AG

Als internationaler Technologiekonzern ist die ZF Friedrichshafen AG (ZF = Zahnradfabrik) im Bereich der Mobilität von Personenkraftwagen und Nutzfahrzeugen aktiv. Ein weiteres bedeutendes Tätigkeitsfeld ist die Industrietechnik.

ZF Friedrichshafen

ZF ist eines der größten Unternehmen in Baden-Württemberg. (Bild: ZF Friedrichshafen AG)

Renommierte Automobilhersteller profitieren von den ganzheitlichen ZF-Lösungen vor allem im Bereich der Automatisierung und digitalen Vernetzung. Fahrzeuge werden so in die Lage versetzt, selbstständig zu sehen, zu denken und zu handeln.

Als Spezialanbieter in der Luftfahrtindustrie wurde das Unternehmen 1915 in Friedrichshafen gegründet. Es hat rund 153.500 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von 36,5 Milliarden Euro.

Phoenix Group

Die Phoenix Group ist in der Pharmabranche tätig und ein führender Dienstleister auf dem europäischen Markt. Das Unternehmen liefert Arzneimittel und medizinische Produkte an die Bevölkerung und ist ein wichtiger Partner in Sachen europäischer Gesundheitsvorsorge.

Das Kerngeschäft der Phoenix Group liegt auf dem Pharmagroßhandel. Die Firma unterstützt Apotheken mit Warenwirtschaftssystemen sowie Kooperationsprogrammen und Patientenberatung. 1994 gegründet, hat das Pharmaunternehmen seinen Sitz in Mannheim. Rund 17.600 Mitarbeiter geben täglich alles für einen stattlichen Jahresumsatz von 27,3 Milliarden Euro.

SAP SE

Zu den größten Unternehmen in Baden-Württemberg zählt die SAP SE: ein führender Software-Anbieter zur Steuerung geschäftlicher Prozesse. Mit den ausgesprochen innovativen Tech-Lösungen, die das 1972 in Weinheim gegründete Unternehmen entwickelt, lassen sich Daten effektiv verarbeiten.

SAP Konzernzentrale in Walldorf

SAP Konzernzentrale in Walldorf. (Bild: SAP AG)

Auch ein unternehmensübergreifender Informationsfluss lässt sich mit den erstklassigen Entwicklungen der SAP SE realisieren. Der börsennotierte Konzern hat heute seinen Sitz in Walldorf und fährt 27,6 Milliarden Euro Umsatz ein. Etwa 102.430 Beschäftigte sind für den Software-Riesen SAP SE tätig.

Porsche Automobil Holding SE

Bei der börsennotierten Porsche Automobil Holding SE handelt es sich um eine Holdinggesellschaft im Bereich der Automobilhersteller. Die Stammaktien am Konzern Volkswagen werden von ihr in der Mehrheit gehalten. Zu dem Kerngeschäft von Porsche gesellen sich strategisch relevante Beteiligungen im Hinblick auf die automobile Wertschöpfungskette.

So können neben Basistechnologien auch mobilitäts- und fahrzeugbezogene Services sowie Produktions- und Entwicklungsprozesse unterstützt werden. Die Geburtsstunde von Porsche war im Jahr 1931 in Stuttgart. Bei einem Umsatz von 28,5 Milliarden Euro arbeiten 36.400 Mitarbeiter für den Konzern.

EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Etwa 5,5 Millionen Menschen profitieren von den Leistungen der EnBW AG. Das Unternehmen versorgt sie mit Strom sowie Gas und Wasser. Auch energienahe Produkte und Dienstleistungen gehören zum Portfolio des EnBW-Konzerns. Zu seinen Zielen gehört es, nachhaltige Energien zu verwerten, damit man sie auf unkomplizierte und sichere Weise nutzen kann.

Die EnBW AG ist 1997 aus einer Fusion vom Karlsruher Badenwerk und der Stuttgarter Energie-Versorgung Schwaben entstanden. Der Umsatz liegt bei 14,37 Milliarden Euro. 24.655 Mitarbeiter arbeiten für den Konzern der Energiebranche.

Celesio AG

Das Unternehmen Celesio nennt sich heute McKesson Europe AG und hält die internationale Marktführerschaft im Bereich des Groß- und Einzelhandels. Darüber hinaus bietet es Logistikleistungen und Services im Gesundheits- sowie Pharmasektor an. Durch die optimierte Patientenversorgung stehen Medikamente, medizinische Produkte und Gesundheitsleistungen dann zur Verfügung, wenn sie gebraucht werden.

Celesio wurde 1835 in Dresden gegründet und hat heute seinen Sitz in Stuttgart. Der Umsatz der Celesio AG liegt bei 21,18 Milliarden Euro. Das Unternehmen zählt rund 37.000 Mitarbeiter.

Heidelberg Cement

Der Baustoffkonzern ist börsennotiert und Marktführer im Segment des Transportbetons sowie der Zuschlagstoffe. Im Bereich Zement besetzt es den zweiten Rang, was man hauptsächlich durch die Übernahme des italienischen Unternehmens Italcementi realisieren konnte.

Produziert wird in etwa zehn Zementwerken – verteilt über die gesamte Bundesrepublik Deutschland. Mit einem Umsatz von 18,9 Milliarden Euro und etwa 53.100 Mitarbeitern zählt der 1874 in Heidelberg gegründete Konzern zu den größten Unternehmen in Baden-Württemberg.

Fazit

Ausgehend von den milliardenschweren Umsätzen sind die Produkte und Leistungen aus Baden-Württemberg weltweit äußerst gefragt. Vor allem die Automobil- und Pharmaindustrie hat unter den größten Unternehmen in Baden-Württemberg deutlich die Nase vorn. Damit verhält es sich ähnlich wie bei den 10 größten Unternehmen in Bayern.

Der Fokus der Konzerne liegt ganz klar auf Ressourceneffizienz, nachhaltiger Mobilität und innovativen Gesundheits- sowie Pflegeservices. Auch IT-Dienstleistungen aus dem Südwesten Deutschlands sind signifikant auf dem Vormarsch. Der Wachstumsbereich der größten Unternehmen in Baden-Württemberg ist nach wie vor unverändert groß. Man kann daher davon ausgehen, dass die südwestdeutschen Konzerne auch weiterhin an der Marktspitze mitmischen.

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veröffentlicht von Redaktion

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