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Baufinanzierung ist ein Thema, das derzeit in aller Munde ist. Viele Menschen freuen sich über ein extrem niedriges Zinsniveau und kommen ihrer Wunschimmobilie schnell näher. Es gilt allerdings, ein paar wichtige Details zu beachten.

Bei aller Euphorie über das Zinsniveau, welches seit einiger Zeit auf historisch niedrigen Werten verharrt, darf nicht vergessen werden, dass viel Geld für eine eigene Immobilie aufgewendet werden muss.

Niedrige Zinsen – Hauptgrund für den Hauskauf

Das beste Angebot zu finden, ist in diesem Dschungel aus verschiedenen Konditionen nicht immer leicht. Neben den reinen Zinskosten werden Gebühren zunehmend wichtiger. Je weiter das Zinsniveau abfällt, desto weniger Geld verdienen die großen Bankhäuser. Da jedoch auch diese Institutionen sparen müssen, versuchen viele, die Gebühren auf die Kreditnehmer abzuwälzen.

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Bei jedem Immobilienkredit müssen somit neben den Zinsen die sonstigen Gebühren mit in die Berechnung einbezogen werden. Die Baufinanzierung lässt sich mit diesem Rechner durchspielen.

Historisches Zinstief – bleiben die Zinsen so weit unten?

Experten sind sich nie einig, wann und ob ein Ende der Niedrigzinsen abzusehen ist. Man geht jedoch allgemein davon aus, dass sich in den nächsten Jahren nur wenig an dem derzeitigen Zinsniveau ändert. Die Wirtschaft ist zwar relativ stabil, europäisch und international stehen jedoch große Herausforderungen an, die bewältigt werden müssen. Würde die europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen in dieser Zeit anheben, hätte dies wahrscheinlich einen Negativeffekt auf die Wirtschaft. Um dem entgegenzuwirken, ist vorerst nicht mit einem Ende des “billigen Geldes” zu rechnen.

Da der Hauskauf allerdings eine Entscheidung darstellt, die nicht nur auf die nächsten fünf oder zehn Jahre abzielt, kann keine verlässliche Prognose darüber abgegeben werden, wie sich die Zinsen auf lange Sicht verändern werden.

Besonders diejenigen Kreditnehmer, die eher knapp kalkulieren müssen, sollten darüber nachdenken, die Zinsen auf lange Sicht festzuschreiben. Eine Baufinanzierung über 20 Jahre ist zwar heute etwas teurer, kann aber bei einem höheren Zinslevel in zehn Jahren deutliche Unterschiede ausmachen.

Läuft der alte Kredit aus und ist die eigene Immobilie noch nicht abbezahlt, könnten empfindliche Zinserhöhungen auf die Kreditnehmer zukommen.

Ist ein Eigenheim die sicherste Investition für das Alter?

Für viele Deutsche steht der Erwerb einer eigenen Immobilie nach wie vor hoch im Kurs. Aufgrund unsicherer Renten und Versicherungszahlungen bietet die Immobilie Kreditnehmern eine Möglichkeit, privat vorzusorgen ohne sich von anderen Faktoren abhängig zu machen.

Aufgrund der langfristigen finanziellen Bindung sollte sich jeder potenzielle Häuslebauer darüber im Klaren sein, dass der Erwerb eines Eigenheims auch zahlreiche Verpflichtungen mit sich bringt. Die Baufinanzierung ist ein wichtiger Punkt, aber nur einer. Neben einer stetigen Tilgung der Schulden müssen auf lange Sicht Reparaturen am Haus eingeplant werden.

Ist das Wunschobjekt schon einige Jahre alt, müssen alte Leitungen, die Heizungsanlage oder die Dachpfannen ausgewechselt werden. All diese Leistungen sind mit nicht unerheblichen Kosten verbunden, sodass im Zweifel das Budget etwas kleiner gerechnet werden sollte.

Baufinanzierung: Niedrige Zinsen, steigende Immobilienpreise

Da die Zinsen so niedrig sind, dass es vielen Menschen ermöglich wird, ein Haus zu bauen, steigen die Baukosten selbst. Neben dem Eigenheim investieren Firmen oder vermögende Privatanleger in Immobilienfonds. Dies führt dazu, dass die Immobilienpreise stark ansteigen, da die Objekte sehr begehrt sind.

Besonders stark sind städtische Regionen von der Preiserhöhung betroffen. In ländlichen Regionen ist jedoch ebenfalls ein Anstieg der Grundstückpreise zu beobachten. Einige Landstriche bleiben zwar von steigenden Preisen verschont. Leider ist dies jedoch ein eher ungünstiges Zeichen, da diese Gebiete unbeliebter sind und sich die Preise auch zukünftig kaum erhöhen werden.

Wer derzeit ein Haus für 300.000 Euro erwirbt, dem ist keinesfalls garantiert, dass ein solcher Preis in einigen Jahren noch erzielt werden kann. Der Bauboom ist zwar im Moment ungebrochen, in dieser Geschwindigkeit können sich die Immobilienpreise jedoch langfristig nicht weiterentwickeln.

Kalkulation und Risikoabwägung

Diverse Kreditinstitute werben mit himmlischen Angeboten. Oftmals gelten die genannten Traumkonditionen allerdings nur unter engen Voraussetzungen. Ein sicherer Job als Beamter, eine kurze Kreditlaufzeit sowie eine hohe Eigenkapitalquote sind die besten Voraussetzungen, um an die besten Konditionen zu gelangen.

Da nicht jeder potenzielle Kreditnehmer diese Kriterien erfüllen kann, bietet sich ein Vergleich verschiedener Angebote an. Bei besonders guten Angeboten lohnt sich ein zweiter Blick auf eventuell anfallende Gebühren. In jedem Fall sollte man vereinbaren, dass Sondertilgungen möglich sind. So kann, falls sich das Einkommen erhöht, eine schnellere Tilgung erfolgen.

Tilgungsrate und Eigenkapitalquote

Niedrige Zinsen sind für jeden Bauherren ein Traum. Dennoch muss man die eignen Verhältnisse genau durchdenken und berücksichtigen. Liegt das Traumobjekt über dem eigenen Budget, ist es besser, erneut zu suchen als die Finanzierung mit allen Mitteln zu erreichen. Eine einprozentige Tilgungsrate ist zu gering, um die eigene Immobilie zu finanzieren. Realistisch betrachtet sollte die Finanzierung nach 20 bis 30 Jahren abgeschlossen sein. Nach Abschluss dieses Zeitraums sind selbst bei neugebauten Häusern meist erste Reparaturen fällig, für die liquide Mittel zur Verfügung stehen müssen.

Wer 20 bis 30 Prozent an Eigenkapital mitbringt, kann sich auf erfreuliche Angebote verschiedener Kreditinstitute einstellen. Da allein die Nebenkosten sich auf bis zu zwölf Prozent belaufen, sind Banken sehr daran interessiert, dass Kreditnehmer ein gewisses Grundkapital aufbringen können. Auch wenn dies in manchen Fällen schwer erträglich ist, dient dies auch dem eigenen Schutz, um das Eigenheim dauerhaft finanzieren zu können.

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veröffentlicht von Jennifer

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