Fridays for Future ist ein Phänomen. Unter diesem Schlagwort gehen mittlerweile jeden Freitag Millionen meist junge Menschen auf die Straße, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Jetzt will Klima-Aktivistin Greta Thunberg den Begriff schützen lassen, um Missbrauch zu verhindern. Die Marke wäre Hunderte Millionen Euro wert.

Seit die Schwedin Greta Thunberg sich im Sommer 2018 zum ersten Mal an einem Freitag mit einem Schild hingestellt hat, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen, ist viel passiert. Aus dem einsamen Protest ist eine riesige Bewegung geworden. In vielen Orten formieren sich Freitag für Freitag Kinder und Jugendliche zu Demonstrationen. Das Motto: Fridays for Future. Was soviel heißt wie: Freitage für die Zukunft.

Fridays for Future: Markenrecht gegen Missbrauch

Dieser Begriff bezeichnet mittlerweile eine ganze Bewegung. Kein Wunder, dass sich auch profitorientierte Menschen dranhängen, um damit Geld zu verdienen. Diesen Missbrauch, so lautet jedenfalls die Begründung der Klima-Ikone, will Greta Thunberg verhindern. Also haben sie – beziehungsweise eine Stiftung der Familie – Markenschutz beantragt. In wenigen Monaten könnte Fridays for Future also eine geschützte Marke sein. Die Entscheidung fällt das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum. Dort haben die Thunbergs den Antrag gestellt.

Dem Markenstrategen Klaus-Dieter Koch von Brand Trust zufolge, den Welt Online zitiert, könnte der Wert der Marke Fridays for Future leicht im oberen dreistelligen Millionenbereich liegen. Eine professionelle Organisation könne daraus auch eine oder zwei Milliarden Euro Markenwert generieren. Wer jetzt Schaum vor dem Mund bekommt, sollte allerdings bedenken, dass Markenwert nicht gleich Einnahmen bedeutet.

Thunberg-Stiftung müsste Marke aktiv verteidigen

Darüber hinaus sind die Inhaber von Markenrechten verpflichtet, eventuelle Verletzungen ihrer Markenrechte selbst vor Gericht zu ahnden. Die entsprechenden Anwaltskosten können schnell im Bereich Hunderttausender Euro liegen. Aber: Selbst, wenn es Greta Thunberg nur darum gehen sollte, Missbrauch zu verhindern, müssten sie bzw. ihre Stiftung entsprechenden Verletzungen nachgehen. Wer dies nicht aktiv tue, so Patentanwalt Marco Findeisen von der Kanzlei Witte, Weller & Partner, könne die Marke schnell wieder verlieren.

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Die Stiftung und der Markenschutz sollen einem Sprecher zufolge auch dazu beitragen, Einnahmen aus Spenden, Preisgeldern oder Buchverkäufen transparent zu verwalten und zu nutzen, wie Zeit Online schreibt. Die Marke Fridays for Future benötige Beobachtern zufolge eigentlich ein professionelles Management. Die starke Fokussierung auf die Person Greta Thunbergs sei dem Erfolg eher abträglich so Brand-Trust-Gründer Koch in der Welt.

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veröffentlicht von Jörn Brien

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