US-Präsident Donald Trump hat das 50. Weltwirtschaftsforum in Davos eröffnet. Im Fokus des Treffens der Reichen und Mächtigen stehen dieses Jahr Umweltthemen. Umweltaktivistin Greta Thunberg erneuerte einmal mehr ihre Kritik an den ihrer Meinung nach schleppenden Fortschritten.

Vom heutigen 21. bis zum 24. Januar 2020 findet im schweizerischen Davos das 50. Weltwirtschaftsforum (World Economic Forum/WEF) statt. Das Treffen, zu dem 3.000 Wirtschaftsbosse und Staatenlenker gekommen sind, steht unter dem Motto: “Stakeholders for a Cohesive and Sustainable World”. WEF-Gründer und Chef Klaus Schwab will sich bei der aktuellen Auflage des Forums vor allem um Umweltthemen kümmern.

WEF Davos: Umweltschutz in Firmen

So sollen Vorschläge erörtert werden, wie Firmen sich stärker für den Umweltschutz engagieren können. Auch soll es um die Vermeidung von Kriegen gehen. Ebenso stehen die Bildung und Technologien der Zukunft im Fokus des Treffens, wie die NZZ schreibt.

Die größte Aufmerksamkeit dürfte aber dem US-Präsidenten Donald Trump und der Umweltaktivistin Greta Thunberg gelten. Trump hat das diesjährige WEF-Treffen eröffnet. Er ergoss sich allerdings vor allem in US-spezifischen Themen, wie GMX schreibt. So geht er davon aus, dass der US-Wirtschaft gewaltige Chancen bevorstünden. Er sei optimistisch, was die Umwelt angehe. Aber Trump stellt die Prognosen der warnenden Stimmen in Frage. Immerhin wolle sich die USA an den WEF-Plänen zur Pflanzung von einer Billion Bäume bis 2030 beteiligen.

Thunberg: Ihr sollt in Panik geraten

Kein Wunder, dass sich Greta Thunberg nach einer solchen Rede eines der wichtigsten Staatenlenker der Welt genötigt sah, ihre Kritik vom WEF 2019 zu erneuern. Das Haus stehe immer noch in Flammen, sagte Thunberg. Und die Untätigkeit von Politik und Wirtschaft heize die Flammen stündlich an. Die Anwesenden sollten immer noch Panik geraten, sprach die 17-jährige Schwedin die Konferenzteilnehmer direkt an. Und: Sie sollten so handeln, als ob sie ihre Kinder über alles lieben würden. Die komplette Rede von Greta Thunberg beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat die New York Times abgedruckt.

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Ob das WEF mehr ist als eine Lobbyveranstaltung, bei der sich Wirtschaft und Politik zum Geschäftemachen treffen, muss sich zeigen. Eine interessante Reportage (“Das Forum – Rettet Davos die Welt?“) wirft aktuell einen Blick hinter die Kulissen und beschäftigt sich mit dem Gründer Klaus Schwab.

Deutsche misstrauen dem Kapitalismus

Die Umfrageergebnisse des Trust Barometer der US-Kommunikationsagentur Edelman dürften Schwab gar nicht gefallen. Denn die zeigt eine pessimistische Grundstimmung der Deutschen, was Wirtschaft und Politik angeht. Wie die FAZ, der die Deutschland-Auswertung vorab vorgelegen hat, berichtet, glaubt nur noch jeder achte Deutsche, dass er von einer wachsenden Wirtschaft profitiert. Noch spannender: Mehr als die Hälfte der Deutschen denkt, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schade als helfe.

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veröffentlicht von Jörn Brien

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