Anzeige

Die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland ist zunehmend ein Thema, nicht nur in den Medien. In letzter Zeit wurde meistens davon gesprochen, dass die sogenannte Armutsgrenze zwischen Ost- und Westdeutschland verläuft. Der Paritätische Wohlfahrtsverband sieht allerdings eine Vierteilung.

Graben zwischen Wohlstands- und Armutsregionen wächst weiter

In seinem Armutsbericht 2019 kommt der Paritätische Wohlfahrtsverband zu der Einschätzung, dass die Kluft zwischen Arm und Reich keineswegs ausschließlich zwischen Ost- und Westdeutschland verläuft. Zwar ist die Armutsquote hierzulande immerhin auf 15,5 Prozent (2018) gesunken. Dennoch gibt es neue Regionen mit Problemen, die sich nicht in Ost-, sondern in Westdeutschland befinden. Bei einer detaillierte Analyse ist festzustellen, dass sich im Land eine Verteilung vollzieht.

Auf der einen Seite gibt es die sehr wohlhabenden Bundesländer, zu denen insbesondere Bayern und Baden-Württemberg zählen. Dort beträgt die Armutsquote in der Summe lediglich 11,8 Prozent. Auf der anderen Seite existieren die Bundesländer mit relativ hoher Armutsquote in Höhe von etwa 18 Prozent, zu denen insbesondere Nordrhein-Westfalen und die ostdeutschen Bundesländer zählen.

Arm Reich Deutschland Grafik

Arm und Reich in Deutschland. (Grafik: Paritätischer Wohlfahrtsverband)

Anzeige

In der Mitte gibt es weitere Regionen in den westdeutschen Bundesländern, bei denen die Armutsquote bei insgesamt rund 16 Prozent liegt. Interessant ist, dass Bremen, Stadtstaat im Westen, mit einer Armutsquote von 22,7 Prozent das ärmste Bundesland ist. Damit ist dort fast jeder Vierte von Armut betroffen.

Armutsgefährdet mit unter 60 Prozent des mittleren Einkommens

Armutsgefährdet sind in Deutschland alle Personen, bei denen das Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens hierzulande beträgt. In den Bereich der Armutsquote fallen demnach sämtliche Haushalte, bei denen diese Einkommensgrenze unterschritten wird, wie Spiegel Online berichtet.

Aufhorchen lässt der Armutsbericht 2019 insbesondere deshalb, weil sich zunehmend auch eine deutliche Spaltung in den westdeutschen Bundesländern zeigt. Trauriger Spitzenreiter ist dort vor allem das Ruhrgebiet, denn dort beläuft sich die Armutsquote auf über 21 Prozent mit einer hohen Bevölkerungszahl von etwa 5,8 Millionen Einwohner.

Ebenfalls interessant: Einkommen in Deutschland – Reiche werden immer reicher, Arme immer ärmer

Verwandte Meldungen
Wichtiger Hinweis:
Alle Artikel unseres Magazins Die Wirtschaftsnews dienen der Information. Unsere Artikel verfassen wir unabhängig, sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen. Die Redaktion übernimmt keine Haftung oder Gewähr für die Vollständigkeit der Inhalte. Wir übernehmen mit unseren Inhalten keine Beratungsfunktion, weder Anlage- noch Rechtsberatung. Unsere Empfehlungen erfolgen nach unseren Maßstäben. Ihr als Leser solltet sie aber eigenverantwortlich nutzen. Bei Bedarf wendet euch bitte an fachspezifische Experten. Speziell bei Artikeln zu Aktien oder Kryptowährungen handelt es sich ausdrücklich um Informationen zum Thema, nicht um eine Kaufempfehlung. Aktienkurse und die Preise von digitalen Währungen können sehr volatil sein, Verluste sind immer möglich. Einsteiger sollten nur soviel Geld investieren, wie sie in jedem Fall verschmerzen können.

veröffentlicht von Oliver

Oliver schreibt bei Die Wirtschaftsnews regelmäßig über spannende Themen wie Aktien, Anlagestrategien, Kryptowährungen und allgemeine Wirtschaftsnachrichten.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.