Anzeige

In den vergangenen Jahren haben sich immer weniger Menschen mit dem Solo-Mining von Bitcoins beschäftigt. Das liegt insbesondere daran, dass der Schwierigkeitsgrad zuvor deutlich gestiegen war. Mit dem Vorgehen Chinas gegen die Krypto-Miner hat sich das Bitcoin-Mining jetzt aber vereinfacht. Das ist auf den Rückgang der sogenannten Mining Difficulty zurückzuführen.

Bitcoin-Mining: Difficulty um 28 Prozent gesunken

Der Schwierigkeitsgrad beim Schürfen neuer Bitcoins, also die Mining Difficulty, ist zuletzt um knapp 28 Prozent gesunken. Dabei handelt es sich um den größten Rückgang des Schwierigkeitsgrades in der gesamten Bitcoin-Geschichte.

Ende Mai und Mitte Juni war es schon mal um 16 beziehungsweise 5 Prozent bergab gegangen. Die nachvollziehbare Konsequenz besteht darin, dass es derzeit wesentlich einfacher ist, neuer Bitcoins zu generieren.

Anzeige

Stabilisierungsmechanismus des Systems aktiviert

Der wesentliche Grund dafür, dass die Mining Difficulty aktuell so stark gesunken ist, ist ein Stabilisierungsmechanismus. Dieser wurde im System aktiviert, und zwar als Folge der Aktivitäten in China.

Die chinesische Regierung geht nämlich momentan in größerem Umfang gegen das Bitcoin-Mining im Allgemeinen vor. Die Folge ist, dass zahlreiche Miner ihre Unternehmen entweder schließen oder stattdessen in ein anderes Land ziehen müssen.

Mining Difficulty an der Hashrate orientiert

Grundsätzlich ist der Schwierigkeitsgrad beim Bitcoin-Mining an der sogenannten Hashrate orientiert. Die Hashrate beträgt aktuell 87,7 Exahashes pro Sekunde. Mitte Mai hatte die Hashrate noch rund 180 Exahashes pro Sekunde betragen. Auf dem aktuellen Stand befand sich die Hashrate zuletzt im Dezember 2019.

Vereinfacht dargestellt: Existieren weniger Miner und reduziert sich gleichsam die Leistung der Rechner, führt dies dazu, dass der Schwierigkeitsgrad absinkt.

Möchten hingegen mehr Miner Bitcoins schürfen, steigt die Mining Difficulty an. Daher ist es nur eine logische Konsequenz, dass es aufgrund einer reduzierten Anzahl von Minern jetzt zum Absinken des Schwierigkeitsgrades gekommen ist.

Wann es wieder schwieriger wird, ist unklar

Selbst Experten wissen momentan nicht genau vorherzusagen, wann der Schwierigkeitsgrad für das Bitcoin-Mining wieder ansteigt, wie die Futurezone schreibt. Viel dürfte davon abhängen, ob und wann die Mining-Projekte neue Standorte finden und demzufolge die Anzahl der Miner wieder in wesentlichem Umfang ansteigt.

Fachleuten zufolge haben zahlreiche Schürfer von Coins, die China verlassen, jetzt insbesondere Länder wie Kasachstan als neuen Standort im Visier. Bis sie dort ihre Kapazitäten in vollem Umfang wieder aufgebaut haben, könnte es noch Monate dauern.

„Umsatzparty“ für Miner noch bis Jahresende?

Entsprechend sagte Bitcoin-Mining-Experte Brandon Arvanaghi gegenüber CNBC, dass die „Umsatzparty“ für Miner noch bis Jahresende anhalten könne. Neben der Mining-Difficulty sind zuletzt auch die Transaktionskosten deutlich gesunken. Die Bitcoin-Blockchain ist demnach auch für Transaktionen wieder attraktiver.

Allerdings könnte es mit der Difficulty beim Bitcoin-Mining auch bald wieder nach oben gehen. Denn alle 2.016 Blöcke oder knapp alle zwei Wochen passt das Netzwerk die Schwierigkeit beim Surfen an. Sollten jetzt also wieder mehr Bitcoin-Fans das Schürfen aufnehmen, dürfte der Schwierigkeitsgrad entsprechend steigen.

Verwandte Meldungen
Wichtiger Hinweis:
Alle Artikel unseres Magazins Die Wirtschaftsnews dienen der Information. Unsere Artikel verfassen wir unabhängig, sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen. Die Redaktion übernimmt keine Haftung oder Gewähr für die Vollständigkeit der Inhalte. Wir übernehmen mit unseren Inhalten keine Beratungsfunktion, weder Anlage- noch Rechtsberatung. Unsere Empfehlungen erfolgen nach unseren Maßstäben. Ihr als Leser solltet sie aber eigenverantwortlich nutzen. Bei Bedarf wendet euch bitte an fachspezifische Experten. Speziell bei Artikeln zu Aktien oder Kryptowährungen handelt es sich ausdrücklich um Informationen zum Thema, nicht um eine Kaufempfehlung. Aktienkurse und die Preise von digitalen Währungen können sehr volatil sein, Verluste sind immer möglich. Einsteiger sollten nur soviel Geld investieren, wie sie in jedem Fall verschmerzen können.

veröffentlicht von Oliver

Oliver schreibt bei Die Wirtschaftsnews regelmäßig über spannende Themen wie Aktien, Anlagestrategien, Kryptowährungen und allgemeine Wirtschaftsnachrichten.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.