Die Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln ist in Deutschland ungebrochen. Mittlerweile haben nahezu alle Discounter und Supermärkte auf diese erhöhte Nachfrage reagiert und ihr Angebot dementsprechend erweitert. Ein relativ neuer Trend ist aber, dass Verbraucher immer öfter nicht nur auf Bio setzen, sondern auf Bio-Markenprodukte.

Jährlich steigende Ausgaben bei Bioprodukten

Noch immer steigen die Ausgaben der Bundesbürger für Bioprodukte jedes Jahr an. Bis vor geraumer Zeit genügt es den Verbrauchern, dass es sich um Bio-Lebensmittel handelte. Diese konnten auch von den entsprechenden Eigenmarken der Händler stammen. Jetzt allerdings zeigt sich, dass es den Käufern bei Bio-Lebensmitteln verstärkt darauf ankommt, dass es sich dabei auch um Markenprodukte handelt.

Markenprodukte mit 17 Prozent mehr Umsatz

Untersuchungen des Marktforschungsinstitutes Nielsen haben ergeben, dass die Umsätze mit Markenprodukten im vergangenen Jahr um 17 Prozent angestiegen sind. Bei den Eigenmarken fiel das Wachstum mit sechs Prozent deutlich geringer aus, wie T-Online berichtet.

Der wesentliche Grund für die positive Entwicklung besteht darin, dass Bio-Lebensmittel für den Handel relativ lukrativ sind. Zudem handelt es sich um den größten Wachstumsträger im gesamten Bereich des Lebensmittelhandels. Im vergangenen Jahr verzeichnete der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland einen Anstieg um mehr als elf Prozent auf über sieben Milliarden Euro.

Discounter weiten Angebot deutlich aus

Schon jetzt haben die führenden Discounter, insbesondere Aldi und Lidl, ihr Angebot an Bio-Lebensmitteln deutlich ausgebaut. Aldi Süd verbucht inzwischen beispielsweise fast acht Prozent des Umsatzes mit Eigenmarken im Lebensmittelbereich, die auf Bio-Lebensmittel entfallen. Eine Steigerung in diesem Segment gibt es bei nahezu allen anderen Discountern, wie zum Beispiel bei Lidl.

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Trend soll sich fortsetzen

Für die kommenden Jahre sehen Experten den Trend sich weiter verstärken. Das bedeutet, dass die Verbraucher vermutlich weiterhin Wert darauf legen werden, zum einen Bio-Lebensmittel zu kaufen, die zum anderen allerdings von Markenherstellern stammen sollten. Trotzdem dürften auch die Handelsmarken voraussichtlich weiterhin Zuwächse erzielen können.

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veröffentlicht von Oliver

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