Ab Mittwoch gilt in Deutschland ein harter Lockdown. Dieser beinhaltet die Schließung zahlreicher Geschäfte bis mindestens zum 10. Januar 2021. Der Handelsverband Deutschland (HDE) geht daher von einer enormen Insolvenzwelle im Handel aus. Die bereits angekündigten Überbrückungshilfen reichten nicht, um die Insolvenz für viele Unternehmen abzuwenden.

Hilfspaket: Über 10 Milliarden im Monat

Am Sonntag hatte Finanzminister Olaf Scholz noch angekündigt, dass die Bundesregierung von Schließungen betroffenen Firmen mit einem gigantischen Hilfspaket von über 10 Milliarden Euro monatlich finanziell unter die Arme greifen will. Darin eingeschlossen sind auch die Unternehmen aus dem Einzelhandel. Der HDE sieht die Maßnahmen allerdings als nicht ausreichend an.

Dabei wird der Höchstbetrag der sogenannten Überbrückungshilfe III, die ab 2021 gültig ist, sogar von bisher 200.000 auf dann 500.000 Euro mehr als verdoppelt. Jeden Monat kostet den Bund diese Hilfe über 11 Milliarden Euro, wie das Finanzministerium berechnet hat.

HDE will Gastronomie-Hilfen

Laut HDE reichen die finanziellen Hilfen durch den Bund nicht aus, um eine drohende Insolvenzwelle in den Innenstädten zu vermeiden, wie das Manager-Magazin berichtet.

In dem Zusammenhang fordert der Verband, dass der Handel die gleiche finanzielle Unterstützung bekommen müsse, die es bereits seit mehr als einem Monat für die Unternehmen aus der Gastronomiebranche gäbe. Diese erhalten beispielsweise 75 Prozent ihres entgangenen Umsatzes, und zwar gemessen am Vorjahresumsatz im gleichen Monat.

Bis zu 250.000 Arbeitsplätze gefährdet

Um seine Forderung zu untermauern, wartete der HDE mit bedrohlichen Zahlen auf. Dazu gehört zum Beispiel, dass bis zu 250.000 Menschen ihren Arbeitsplatz im Handel verlieren könnten. Das wird unter anderem damit begründet, dass der Dezember normalerweise der mit Abstand umsatzstärkste Monat in vielen Geschäften sei.

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veröffentlicht von Oliver

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