Bitcoin ist schon über zehn Jahre alt und die erste und größte Kryptowährung der Welt. Was dahinter steckt und wie ihr BTC handeln könnt, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Im Jahr 2007 hat eine Person namens Satoshi Nakamoto das Bitcoin-Zahlungssystem erfunden. Bei dem Namen Satoshi Nakamoto dürfte es sich um ein Synonym handeln. Wer sich dahinter verbirgt, ist noch nicht abschließend geklärt. Klar ist derweil, dass diese Person im November 2008 ein Whitepaper veröffentlicht hat, in dem die Funktionsweise der digitalen Währung Bitcoin (BTC) beschrieben ist.

Bitcoin-Netzwerk basiert auf einer Blockchain

Demnach basiert das Bitcoin-Netzwerk auf der sogenannten Blockchain, einer Art digitalem Kassenbuch in Datenbank-Form, in dem die Transaktionen verzeichnet sind. Kryptographische Techniken sorgen dafür, dass Bitcoins nicht mehrfach ausgegeben und Transaktionen nur vom jeweiligen Besitzer ausgelöst werden können. Über das sogenannte Mining, bei dem Computer komplizierte mathematische Rechenaufgaben zur Bestätigung von Transaktionen lösen, gewinnt man neue Bitcoins.

Deren Menge ist jedoch auf 21 Millionen beschränkt. Fast 19 Millionen Bitcoins sind schon geschürft. Alle paar Jahre wird die Schwierigkeit, Bitcoins zu erhalten, erhöht – das Bitcoin-Halving. Der erste Bitcoin-Kurs soll sich auf rund 0,07 Dollar belaufen haben. Beim ersten Warenaustausch der Geschichte der Kryptowährungen gingen 2 Pizzen für 10.000 Bitcoins über den Ladentisch. Zur Einordnung: Aktuell ist ein Bitcoin rund 60.000 Dollar wert.

Aber wie kommt man eigentlich an einen Bitcoin? Die digitale Währung bewahrt man in einer sogenannten Wallet auf. Besorgen kann man sich die Bitcoins sowie andere Kryptowährungen wie Ethereum/Ether, Ripple/XRP, Solana/SOL oder Cardano/ADA auf Krypto-Börsen oder Plattformen wie Binance, Coinbase, Kraken oder Bitpanda. Dort muss man sich zunächst registrieren und via Überweisung, per Kreditkarte oder PayPal Geld transferieren. Den Euro- oder Dollar-Betrag kann man dann in Einheiten der gewünschten Kryptowährung tauschen.

Bitcoin-Handel rund um die Uhr

Auch der Tausch von einer in eine andere digitale Währung ist erlaubt. Der Bitcoin-Handel sowie der Kauf und Verkauf der anderen Währungen sind rund um die Uhr möglich. Einen Börsenschluss wie bei traditionellen Handelsplattformen gibt es nicht. Für Einsteiger wichtig zu wissen: Der Krypto-Markt ist sehr volatil. Das bedeutet, dass die Kurse von Bitcoin und Co. innerhalb von wenigen Stunden im zweistelligen Prozentbereich nach oben oder nach unten steigen können.

Dadurch sind sowohl hohe Gewinne als auch Verluste möglich. Wer neu in dem Bereich aktiv sein möchte, sollte sich vorher genau über seine gewünschte Investition informieren. Und, vielleicht noch wichtiger: Man sollte nur Geld einsetzen, auf das man nicht angewiesen ist. Anderenfalls können in Zeiten einbrechender Kurse ganze finanzielle Existenzen zerstört werden.

Meme-Coins: Mit einer Handvoll Dollar zum Millionär

Aber es geht natürlich auch andersherum. Kaum in einer anderen Anlageklasse sind so hohe Gewinne möglich. Besonders extreme Kursexplosionen haben etwa in den vergangenen Monaten sogenannte Meme-Coins wie Dogecoin oder Shiba Inu verzeichnet. So soll ein einzelner Investor mit einer Investition von 8.000 Dollar im Sommer 2020 zwischenzeitlich zum mehrfachen Milliardär aufgestiegen sein.

Natürlich stehen auch die frühen Bitcoin-Investoren, die über einige Hundert oder ein paar Tausend Bitcoin verfügen, jetzt finanziell sehr gut da. Die Person, die vor zehn Jahren 10.000 Bitcoins für zwei Pizzen ausgegeben hat, wäre damit heute wiederum 600-facher Millionär.

Viele Menschen sehen die Investition in Bitcoin oder Ethereum derweil als langfristig an. Nicht umsonst gilt Bitcoin als digitales Gold und Ethereum als Silber. In den vergangenen Monaten, in denen nach und nach große Player wie PayPal, Tesla und viele kleinere und größere Banken und Finanzunternehmen in den Krypto-Handel eingestiegen ist, gab es eine wahre Kursrallye.

Bitcoin-Kurs Ende 2021 bei 100.000 Dollar?

Optimisten erwarten noch bis Jahresende einen Bitcoin-Kurs bis 100.000 Dollar. Langfristig soll sogar eine Million Dollar drin sein. Ethereum könnte bald die Marke von 5.000 Dollar knacken und sich dann noch auf 20.000 Dollar vervierfachen.

Skeptiker sehen dagegen in Kryptowährungen eine Art Schneeballsystem, eine Blase, die bald platzen könnte. Behörden und Regierungen kritisieren Bitcoin und Co. vor allem wegen der angeblichen Möglichkeit, damit Geld waschen zu können. Börsen und die Coins sollen reguliert werden. Einen echten Wert, so Kritiker, hätten die digitalen Währungen dagegen nicht.

Der aktuelle Run auf den Krypto-Markt zeigt hingegen, dass viele an das Potenzial der Geld-Alternative glauben. Während Bitcoin und Altcoins noch kaum in größerem Maßstab als Zahlungsmittel zum Einsatz kommen, sind die zahlreichen Anwendungen, die damit möglich sind, vielversprechend. Die Rede ist hier von DeFi (Decentralized Finance), Smart Contracts, NFT (Non-Fungible Tokens), der Blockchain allgemein und vielem mehr.

veröffentlicht von Jörn

Jörn Brien ist Chefredakteur und Betreiber von Die Wirtschaftsnews – deinem Ratgeber für Aktien und Kryptowährungen. Der Journalist arbeitet(e) für verschiedene namhafte Publikationen in Deutschland und Österreich, darunter Golem, Kurier, t3n, e-media, Futurezone und pressetext. Darüber hinaus betreibt er den Online-Buchshop Meine Buchhandlung Wien und mehrere Facebook-Gruppen sowie Blogs.

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