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Eine Milliarde Dollar will Facebook innerhalb der kommenden zehn Jahren springen lassen, um der grassierenden Wohnungsnot im Silicon Valley Herr zu werden. 20.000 Wohnungen sollen entstehen, die vor allem Normalverdienern wie Lehrern oder Krankenschwestern zugute kommen sollen.

Im Silicon Valley gibt es unglaublichen Reichtum, den vor allem die dort ansässigen Softwarefirmen anhäufen. Zugleich ist aber in den vergangenen Jahren die Armut in der Region gestiegen. Viele Menschen können sich etwa schlicht die teuren Wohnungen in den Städten und Gemeinden nicht mehr leisten.

Silicon Valley: Explosiv gestiegene Preise

Die Mitarbeiter von Google, Facebook und Co. werden jeden Morgen teils dutzende Kilometer mit firmeneigenen Bussen in den Tech-Campus gekarrt. Lehrer oder Krankenschwestern müssen dagegen selbst sehen, wie sie zur Arbeit kommen. Und wo sie wohnen. Die Anwesenheit der gutverdienenden Tech-Manager hat zu explosiv gestiegenen Preisen bei Wohnungen oder Nahrung geführt. Das können sich nur Gutverdiener leisten. Normalverdiener, auf die die Gemeinden aber angewiesen sind, schauen durch die Finger.

Jeder Vierte ist im reichen Silicon Valley von Hunger bedroht, wie eine Studie im Jahr 2017 ergeben hat. Das Ganze hat sogar einen eigenen Namen: „Silicon-Valley-Paradox“. Zur Einordnung: Eine vierköpfige Familie mit einem Einkommen von 105.000 Dollar zählte 2017 in den Counties San Francisco und San Mateo schon zu den Geringverdienern. Noch schlimmer: Neun von zehn Jobs im Silicon Valley sind laut Studie heute schlechter bezahlt als 1997.

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Diese Entwicklung hat dafür gesorgt, dass die Schulen Probleme bei der Lehrersuche haben und Firmen keine Hilfskräfte mehr finden. Kein Wunder, dass jetzt auch Tech-Konzerne eingreifen. Schließlich betrifft das Dilemma auch sie direkt. Sei es, weil ihre Kinder nicht gut genug unterrichtet werden oder in der Kantine nicht ausreichend gekocht wird.

Facebook: Milliarde für neue Wohnungen

Facebook, so teilte der Konzern am Dienstag mit, nimmt jetzt eine Milliarde Dollar in die Hand, um bezahlbare Wohnungen zu bauen. Ein Viertel des Geldes fließt dabei in den Wohnungsbau auf Flächen des Bundesstaates Kalifornien. 350 Millionen Dollar sollen für Wohnungen in anderen Landesteilen ausgegeben werden, wie Spiegel Online berichtet. Weitere 225 Millionen Dollar investiert Facebook auf dem eigenen Grund in Menlo Park. Hier sollen 1.500 neue Wohneinheiten entstehen.

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veröffentlicht von Jörn

Jörn Brien ist Chefredakteur und Betreiber von Die Wirtschaftsnews – deinem Ratgeber für Aktien und Kryptowährungen. Der Journalist arbeitet(e) für verschiedene namhafte Publikationen in Deutschland und Österreich, darunter Golem, Kurier, t3n, e-media, Futurezone und pressetext. Darüber hinaus betreibt er den Online-Buchshop Meine Buchhandlung Wien und mehrere Facebook-Gruppen sowie Blogs.

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