Eine wachsende Anzahl von Verbrauchern wartet aktuell ungewöhnlich lange darauf, dass DHL Pakete zustellt. Grund dafür ist insbesondere die zunehmende Flut an Paketen. Die Mitarbeiter sind anscheinend zumindest teilweise deutlich überfordert. Pakete lagern augenscheinlich mitunter mehrere Tage in den entsprechenden Verteilzentren.

Kaum Entspannung seit Beginn der Coronakrise

Zu Beginn der Coronakrise waren aufgrund des Lockdowns in Deutschland zahlreiche Einzelhandelsgeschäfte und sonstige Läden vor Ort geschlossen. Zu dieser Zeit stieg die Anzahl der Bestellungen im Internet drastisch an.

In Spitzenzeiten, insbesondere rund um Ostern, musste allein der Paketdienst von DHL pro Tag fast neun Millionen Pakete ausliefern. Eine derartige Paketflut gibt es beim Logistikunternehmen normalerweise selbst in der Vorweihnachtszeit nicht.

Auslastung weiter überdurchschnittlich hoch

Eigentlich sollte man meinen, dass aufgrund der Lockerungen und dem Wiedereröffnen zahlreicher Geschäfte die Anzahl der Bestellungen im Internet wieder abnimmt. DHL zumindest gibt jedoch an, dass die Arbeitsauslastung der Mitarbeiter nach wie vor überdurchschnittlich hoch sei.

Zwar ist im Vergleich zur Osterzeit eine leichte Entspannung zu erkennen. Dennoch ist die Rede von Zuwächsen im zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Trotzdem streitet DHL ab, dass es größere Probleme bei den Lieferzeiten gebe.

DHL hat Situation angeblich im Griff

DHL bestreitet größere Probleme beim Ausliefern der Pakete, insbesondere im Hinblick auf zeitlich deutliche Verzögerungen. Stattdessen heißt es, dass die Situation im Vergleich zu Vor-Corona-Zeiten zwar nach wie vor herausfordernd sei. Es seien aber keine größeren Auffälligkeiten bekannt.

Darüber hinaus habe DHL bereits Maßnahmen getroffen, um der weiter wachsenden Anzahl von Paketen Herr zu werden, wie Chip Online schreibt. Dazu zählt unter anderem, dass fast 4.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt werden sollen.

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Beschwerden über DHL häufen sich

Obwohl es laut DHL keine massive Verspätungen auf breiter Ebene geben soll, häufen sich die Beschwerden. So gibt beispielsweise ein DHL-Paketbote an, dass zwar öfter in der App für die Sendungsverfolgung stehe, dass das Paket für die Zustellung vorbereitet werde. Dies bedeute allerdings nicht automatisch, dass die Auslieferung am selben Tag erfolge.

So gibt es aktuell zunehmend negative Reaktionen seitens der DHL-Kunden, die sich teilweise über Versandzeiten der Pakete von mehr als zehn Tagen beschweren.

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veröffentlicht von Oliver

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