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Wer in Aktien investieren will, sollte sich vorab genau darüber informieren, wie die Firma dahinter performt. Auch die Entwicklung der Aktie, Dividendenzahlungen und der Gesamtmarkt sind wichtig. Im folgenden beleuchten wie die Kraft-Heinz Aktie, die Rolle, die Warren Buffett dabei spielt und welche Dividende Anleger 2021 erwarten können.

Kraft-Heinz Aktie – was Warren Buffett damit zu tun hat

Klassische Sparformen sind nicht mehr attraktiv, seit die Europäische Zentralbank auf eine Niedrigzinspolitik setzt. Eine beliebte Alternative sind Aktien. Du profitierst von einer interessanten Dividende, mit der du dein Sparguthaben vermehren kannst.

Setze auf Aktien, die gute Gewinne abwerfen, denn so schützt du dich vor Verlusten. Die längere Beobachtung von Kursen kann hilfreich sein, um die richtige Entscheidung für eine Aktie zu treffen. Am Beispiel der Kraft-Heinz Aktie siehst du, dass ein Absturz an der Börse schnell passieren kann. Auch die Kraft-Heinz Dividende tröstet darüber nicht hinweg.

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Was ist Kraft-Heinz?

Kraft und Heinz sind Lebensmittelunternehmen, die sich in Deutschland vor allem mit dem von ihnen hergestellten Ketchup einen Namen gemacht haben. Beide Unternehmen haben eine lange Tradition.

Die Gründung von Kraft Foods erfolgte im Jahre 1903 in den USA. James Louis Kraft begann mit einem Käsehandel. Der deutsche Name kommt nicht von ungefähr, denn die Großeltern des Konzerngründers waren aus Deutschland ausgewandert. Im Jahre 1988 kaufte Philipp Morris in großem Stil Aktien des Unternehmens. Das Portfolio weitere sich auf Süßigkeiten und die Kaffeeherstellung aus.

Henry John Heinz gründete das Unternehmen Heinz im Jahre 1869. Er war Sohn deutscher Auswanderer, was auch hier den deutschen Namen erklärt. Den mit dem Namen eng in Verbindung gebrachten Ketchup gibt es seit 1876, er ist bis heute eine eigenständige Marke.

Heinz-Ketchup Ad

Historische Werbung für Heinz-Ketchup. (Bild: Kraft-Heinz)

Im Jahre 2015 fusionierten beide Unternehmen, die neue Aktiengesellschaft nennt sich The Kraft Heinz Company (Kraft-Heinz). Der Konzern vertreibt weltweit bekannte Marken. Neben dem Ketchup, das weiterhin unter der Marke Heinz läuft, sind dies Soßen von Bull’s Eye sowie Mayonnaise und Salatcreme von Kraft. Der Konzern wollte im Jahre 2017 das niederländische Unternehmen Unilever übernehmen, was allerdings auf Ablehnung stieß.

Geht es nach Angaben von Kraft-Heinz ist der Konzern weltweit der fünftgrößte Lebensmittelproduzent. Das Unternehmen hat rund 37.000 Mitarbeiter rund um den Globus und hat 2020 einen Umsatz von gut 26 Milliarden Dollar gemacht. Das bedeutet ein Plus von über einer Milliarde Dollar gegenüber dem Vorjahr. An der Management-Spitze steht seit Juli 2019 CEO Miguel Patricio.

Was gehört alles zu Kraft-Heinz?

Folgende Marken, darunter auch einige hierzulande bekannte, gehören zum Kraft-Heinz-Konzern:

  • ABC
  • Bénédicta
  • Breakstone’s
  • Capri Sun
  • Classico
  • Crystal Light
  • Golden Circle
  • Heinz
  • Honig
  • HP Sauce
  • Jell-O
  • Karvan Cevitam
  • Kraft
  • Grey Poupon
  • Kool-Aid
  • Lunchables
  • Master Soy Sauce
  • Maxwell House
  • Ore Ida
  • Oscar Mayer
  • Philadelphia Cream Cheese
  • Planters
  • Plasmon
  • Primal Kitchen
  • Pudliszki
  • Quero
  • Velveeta
  • Wattie’s

Im September 2020 hat Kraft-Heinz einen Teil seines Käse-Geschäfts für 3,2 Milliarden Dollar an das französische Unternehmen Lactalis verkauft. Der Deal soll im Sommer 2021 abgeschlossen sein. Die Kraft-Heinz-Marken Philadelphia Cream Cheese, Velveeta, Cheez Whiz und Kraft Singles sollen aber an Bord bleiben. Ziel ist eine Optimierung des Markenprofils. Auslöser war offenbar die Coronakrise.

Was hat Warren Buffett mit Kraft-Heinz zu tun?

Warren Buffett ist ein US-amerikanischer Unternehmer und Investor, der sich als Philanthrop verpflichtet hat, 99 Prozent seines milliardenschweren Vermögens an wohltätige Zwecke zu spenden. Vermutlich hast du den Namen des Unternehmers schon einmal im Zusammenhang mit Kraft-Heinz gehört, und dies ist richtig.

Warren Buffet ist unter anderem CEO des Unternehmens Berkshire Hathaway. Die Investmentgesellschaft hatte Heinz im Jahr 2013 gemeinsam mit dem brasilianischen Fonds 3G Capital für 23 Milliarden Dollar gekauft und anschließend von der Börse genommen.

Berkshire Hathaway hatte in der Folge auch die Fusion von Kraft und Heinz zu The Kraft Heinz Company im Jahr 2015 vorangetrieben. Warren Buffet hält derzeit 27 Prozent der Kraft-Heinz-Aktie und ist somit einer der größten Aktionäre. Laut einer Berechnung soll Berkshire Hathaway, die Firma des Starinvestors, rechnerisch eine Kraft-Heinz-Dividende in der Höhe von knapp 60.000 Dollar erhalten – pro Stunde.

Wie hat sich die Kraft-Heinz-Aktie zuletzt entwickelt?

Nach der Fusion beider Unternehmen im Jahre 2015 galt die Kraft-Heinz-Aktie als vielversprechend. Zu Beginn des Jahres 2016 bewegte sich die Aktie im stabilen Bereich, der zwischen 70 und 80 Dollar lag. Zu Beginn des Jahres 2017 betrug der Kurs knapp 100 Dollar und erreichte damit seinen Höchststand.

Kraft-Heinz-Aktie Kursentwicklung

Die Entwicklung der Kraft-Heinz-Aktie in den vergangenen 5 Jahren. (Grafik: Onvista)

Seitdem war die Aktie und damit auch die Kraft-Heinz-Dividende zunächst im Fall begriffen. Der niedrigste Stand war im ersten Quartal des Jahres 2020 mit etwas mehr als 20 Dollar erreicht. Seitdem konnte die Aktie die einstigen Werte in den Jahren nach der Fusion nicht mehr erreichen.

Sie erholte sich allerdings zuletzt leicht, es ging wieder aufwärts. Im März 2021 erreichte das Papier einen Höchststand von bislang über 40 Dollar. Wenn du die Kraft-Heinz-Aktie vor einem Jahr gekauft hast, konntest du somit eine Kursverdopplung verbuchen. Ein Aktionär, der von Anfang an dabei ist, bleibt hingegen weiter in der Verlustzone. Es besteht derzeit kaum die Aussicht, dass die Aktie wieder in die Nähe der höchsten Werte von mehr als 80/90 Dollar kommen könnte.

Wenn du die Heinz-Kraft-Aktie in quasi Realtime beobachten willst, kannst du das z. B. auf der Plattform von Onvista tun. Aktuell beläuft sich die Marktkapitalisierung des Konzerns auf rund 49 Milliarden Dollar. Der Schuldenberg soll 2020 bei rund 20 Milliarden Dollar gestanden haben.

Wie hoch ist die Dividende bei Kraft-Heinz?

Seit dem Schlussquartal des Jahres 2019 liegt die Kraft-Heinz Dividende bis zum aktuellen ersten Quartal des Jahres 2021 stabil bei 0,40 Dollar. Somit kannst du eine jährliche Rendite erwarten, die sich im Bereich zwischen 4,5 und 5,5 Prozent ansiedelt. Es handelt sich um eine interessante Geldanlage, wenn du die Aktie mit klassischen Sparanlagen vergleichst.

Sparbücher, Sparbriefe der Tagesgeldkonten bringen Renditen ein, die deutlich unter einem Wert von einem Prozent liegen. Mitunter bekommst du sogar weniger als 0,5 Prozent – oder gar nichts. Wenn du dein Geld an der Börse anlegen möchtest, bekommst du bei anderen Unternehmen eine höhere Dividende. Somit ist es wichtig, auch andere Aktien in einen Vergleich einzubeziehen, wenn du eine möglichst hohe Rendite erwirtschaften möchtest.

Wann zahlt The Kraft Heinz Company Dividende?

Die Dividende für das erste Quartal zahlte Kraft-Heinz am 11. März 2021. Die Termine für 2021 sind noch nicht offiziell fixiert. Da die Zeitpunkte für die Dividendenauszahlung im Jahr 2020 am 12. März, 28. Mai, 27. August und 25. November lagen, ist davon auszugehen, dass dies im laufenden Jahr ähnlich sind.

Wir gehen also von folgenden Terminen für die Kraft-Heinz-Dividende 2021 aus:

  • 11.03.2021: Dividende (gezahlt)
  • 27.05.2021: Dividende (Prognose)
  • 26.08.2021: Dividende (Prognose)
  • 24.11.2021: Dividende (Prognose)

Fazit: Ist die Kraft-Heinz Aktie interessant?

Derzeit ist die Kraft-Heinz Aktie für Anleger durchschnittlich interessant. Im letzten Jahr gelang nur eine vergleichsweise geringe Rendite. Wenn du auf das Unternehmen setzen möchtest, ist es empfehlenswert, die Strategie von Kraft-Heinz und dessen Management weiter zu beobachten.

Die Fusion zur Kraft Heinz Company hat Milliarden verschlungen, und es hat sich herausgestellt, das dies für das Unternehmen nicht ausschließlich von Nutzen war. Kritiker bescheinigen dem Konzern und seinem Management eine fehlende Kreativität. Dies betrifft die Entwicklung von neuen Produkten, aber auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter, die sich in den sozialen Netzwerken zunehmend beschweren.

Eine verminderte Motivation der Beschäftigten ist für ein Unternehmen nicht förderlich. Möchtest du somit eine gute Rendite erzielen, setzt du derzeit vorzugsweise auf Alternativen zur Kraft-Heinz-Aktie.

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veröffentlicht von Redaktion

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