In der Coronakrise haben viele Verbraucher vermehrt mittels Smartphone oder Girocard in Geschäften bargeldlos gezahlt. Jetzt allerdings zeigt eine Untersuchung von Finanztest, dass viele Banken für solche kontaktlosen Zahlungen Gebühren verrechnen. Teilweise macht das bis zu 50 Cent pro Transaktion aus.

300 Girokonto-Modelle untersucht

Die Fachzeitschrift Finanztest hat vor kurzem fast 300 Girokonto-Modelle von über 100 Banken untersucht. Dabei haben die Experten festgestellt, dass zahlreiche Kunden für das bargeldlose Zahlen mit ihrer Girocard mit zusätzlichen Kosten rechnen müssen.

Exakt bei 55 dieser knapp 300 Girokontomodelle ist dies der Fall, wie das Handelsblatt berichtet. Dort müssen die Kontoinhaber teilweise bis zu 0,50 Euro pro Zahlungsvorgang an Gebühren einkalkulieren, wenn sie mit dem Smartphone oder der Girocard bargeldlos bezahlen.

Immer weniger kostenlose Girokonten

Nicht nur bei kontaktlosen Zahlungen kassieren immer mehr Banken zusätzlichen Gebühren. Die Anzahl der kostenfreien Girokonten in Deutschland ist insgesamt zurückgegangen. Dies zeigt unter anderem eine Untersuchung des Vergleichsportals biallo.de.

Demzufolge ist die Anzahl der kostenfreien Girokonten in den letzten drei Monaten von ehemals 47 auf inzwischen 41 gesunken. Experten nennen als Grund vor allem die anhaltend belastende Zinssituation. Denn aufgrund der niedrigen Kreditzinsen reduziert sich diese Einnahmequelle der Kreditinstitute zum Teil erheblich.

Experten raten: Unbedingt vergleichen

Den inzwischen rund 40 kostenlosen Girokonten der Banken stehen die Angebote von über 500 Kreditinstituten gegenüber, die Gebühren für das Girokonto verlangen. Zum Teil werden sogar bis zu 0,70 Euro pro Zahlungsvorgang verlangt und oft sind sich die Kunden dieser Gebühren nicht einmal bewusst.

Daher raten Experten dringend dazu, bei der Wahl des Girokontos nicht nur auf die monatliche Grundgebühr, sondern ebenfalls auf zusätzliche Kosten zu achten, beispielsweise für das kontaktlose Zahlen.

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veröffentlicht von Oliver

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