Elon Musk wurde am 28. Juni 1971 in Pretoria/Südafrika geboren. Musk ist Investor und global aktiver Unternehmer. Er ist südafrikanischer, kanadischer und auch US-amerikanischer Staatsangehöriger. Elon Musk wohnt in Bel Air (Los Angeles) und besitzt ein Vermögen von 29 Milliarden Dollar (Stand: Anfang 2020). Er ist damit laut Forbes-Liste einer der 100 reichsten Menschen der Welt.

Sein Leben vor dem Durchbruch

Musks Mutter war ein kanadisches Model und sein Vater südafrikanischer Maschinenbauingenieur. Musk hat zwei Geschwister – einen jüngeren Bruder (Kimbal) und eine jüngere Schwester (Tosca). Seine Eltern ließen sich 1980 scheiden, wobei Elon zu seinem Vater zog. In weiterer Folge musste Elon mehrmals umziehen, sodass er immer wieder neue Orte Südafrikas kennenlernte.

In jungen Jahren war Elon begeisterter Leser und begann sich mit zehn Jahren für Computer zu interessieren. In weiterer Folge beschäftigte er sich mit verschiedenen Programmiersprachen und entwickelte mit zwölf Jahren “Blaster”, ein Videospiel für den Commodore VIC 20. Das Spiel verkaufte er an eine Computerzeitschrift – er erhielt 500 Dollar.

Mit 16 Jahren ging er nach Nordamerika, um dem südafrikanischen Wehrdienst zu entgehen. Er studierte in weiterer Folge an der University of Pennsylvania (Philadelphia) und schloss das Studium mit einem Bachelor in Physik und Volkswirtschaftslehre ab. 1995 ging er an die Stanford University. Nach zwei Tagen brach er sein Physik-Studium ab und gründete ein Internet-Unternehmen.

Elon Musk: Der Beginn der Karriere

Zip2
Musks Karriere begann im Jahr 1995 mit der Gründung des Unternehmens Zip2. Das Online-Unternehmen, an dem auch sein Bruder beteiligt war, bot ausschließlich Inhalte für Medienunternehmen an. “Ich hatte nur eine vage Vorstellungen von den Chancen, die ich mit einem Dotcom-Unternehmen, einem Auto, Computer und 2.000 Dollar Kapital hatte”, so Musk rückblickend. Compaq, ein Computerhersteller, erwarb das Unternehmen im Jahr 1999 und bezahlte den Brüdern 307 Millionen Dollar. Über die Beteiligung war es Musk möglich, auf ein Kapital von 22 Millionen Dollar zurückzugreifen.

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X.com
1999, nachdem er sein erstes Unternehmen verkauft hatte, gründete Musk X.com. Dabei handelte es sich um ein Online-Bezahlsystem per E-Mail. Schon im Jahr 2000 fusionierte X.com mit Confinity, einem Konkurrenzunternehmen. Dieses Unternehmen spezialisierte sich auf ein Produkt namens PayPal. In den folgenden Jahren entwickelte sich PayPal zum wichtigsten Online-Bezahlsystem. Der Verkaufserlös, der 2002 durch den Verkauf an eBay lukriert wurde, lag bei 1,5 Milliarden Dollar. Elon Musk hielt damals 11,7 Prozent der Firmenanteile. Er war der größte Anteilseigner.

SpaceX
2002 gründete Elon Musk das dritte Unternehmen. Dabei handelte es sich um die Raumfahrtfirma SpaceX. Zu Beginn verkaufte das Unternehmen unbemannte Raumflüge, damit Satelliten in den Orbit gebracht und die Raumstation ISS versorgt werden konnte. Heute plant Elon Musk auch bemannte Flüge. Die Vision? Die Kosten von Raumfahrten derart senken, sodass Menschen auch auf anderen Planeten wie dem Mars leben können. Der erfolgreiche Start der Falcon 1 am 28. September 2008 sorgte für Furore. SpaceX war damit das erste Unternehmen, das eine privat finanzierte Flüssigtreibstoffrakete in den Orbit schoss.

Elon Musk und Tesla

Tesla
Schon 2004 investierte Musk in Tesla, einen Fahrzeughersteller, der sich auf die Produktion von Elektrofahrzeugen spezialisierte. Das Ziel? Die Elektroautos sollten den heute bekannten Autos nichts nachstehen. Elon Musk ist heute Tesla-CEO und zudem auch Product Architect. 2014 gab er die Patente der Firma frei, sodass die Entwicklung einen Schub bekam. 2015 stellte Tesla auch Energiespeichersysteme für Unternehmen und private Haushalte her. Heute ist Tesla der Vorreiter in Sachen Elektroautos und zum führenden Unternehmen mutiert. 2019 verkaufte Tesla schon 367.000 Elektroautos weltweit.

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SolarCity
2006 gründete Elon Musk gemeinsam mit seinen Cousins Lyndon und Peter Rive das Unternehmen SolarCity. Der Betrieb soll Solarstromanlagen konzipieren, vertreiben und in weiterer Folge installieren. Auf Wunsch sind auch eine Finanzierung oder Vermietung möglich.

Bildquelle: Hyperloop

Hyperloop
2013 stellte der gebürtige Südafrikaner Hyperloop vor, ein Projekt für den Güter- und Personenverkehr für Fernstrecken. In einer Doppelröhre sollen dabei Kapseln für mehrere Personen zur Verfügung stehen, die in Luftkissen gepolstert sind. Das Ziel? 600 Kilometer in 35 Minuten zurückzulegen.

OpenAI
2015 folgte das Unternehmen OpenAI, eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich mit der Erforschung künstlicher Intelligenz befasst.

Neuralink
2016 gründete Musk Neuralink, ein Unternehmen, das sich mit der Entwicklung von Gehirn-Maschinen-Schnittstellen befasst.

The Boring Company
2017 folgte die bis dato letzte Gründun. Schon 2016 kündigte Musk an, den Verkehr unter die Erde zu bringen, um Staus zu vermeiden. Dafür nutzt Musk Tunnelbohrmaschinen. In weiterer Folge präsentierte er das Unternehmen The Boring Company und begann mit dem Bau von Teststrecken.

Privatleben

Elon Musk war mit Justine Wilson, einer Fantasy-Autorin, verheiratet. Gemeinsam zeugten sie fünf Söhne. Im Jahr 2010 heiratete er Talulah Riley, eine britische Schauspielerin. Jedoch hielt die Ehe nur 1 1/2 Jahre. Anfang 2012 folgte die Scheidung. Ein Jahr später heiratete das Paar abermals – Ende 2014 folgte die zweite Scheidung. Die Scheidung wurde aber rückgängig gemacht. 2016 vollzogen Elon und Talulah aber endgültig die Scheidung.

Berater unter Donald J. Trump

Elon Musk war auch Berater unter Donald J. Trump, dem 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Doch nachdem Trump verkündete, aus dem Klimaschutzvertrag auszusteigen, beendete Musk – gemeinsam mit Disney-Chef Robert Iger – die Beratertätigkeit.

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Ein “Wunderkind”

Elon Musk gilt heute als “Wunderkind”. Alle Unternehmen, die der gebürtige Südafrikaner gründete, waren erfolgreich und wurden kurze Zeit später von anderen Konzernen um horrende Summen gekauft oder entwickelten sich zu Marktführern. Das Geheimnis? Musk hat unvorstellbare Visionen, die er derart diszipliniert verfolgt, dass sie auch in die Tat umgesetzt werden können. Man kann also gespannt sein, welche Visionen demnächst aus dem Hause Musk kommen werden.

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veröffentlicht von Juliane

8 Comments

  1. Elon Musk - der Technik-Star, der von den Sternen träumt - Die Wirtschaftsnews 7. Februar 2018 at 14:44

    […] (dpa) – Schwer zu sagen, was mittlerweile bekannter ist: die Unternehmen von Elon Musk – oder er selbst und seine immer etwas spleenigen, aber auch visionären Ideen. Mit Tesla […]

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  2. Berichte: Unternehmer Elon Musk löscht Facebook-Auftritte - Die Wirtschaftsnews 24. März 2018 at 8:58

    […] Angeles (dpa) – Im Zuge des Daten-Skandals hat der Unternehmer und Multimillionär Elon Musk offensichtlich die Facebook-Präsenzen seines Autoherstellers Tesla sowie seiner Raumfahrtfirma […]

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  3. Model 3: Teslas «günstiges» E-Auto ist immer noch ein Phantom - Die Wirtschaftsnews 22. Mai 2018 at 22:24

    […] Elon Musk gab am Wochenende zu, dass Tesla mit dem versprochenen Model 3 für 35 000 Dollar bei den aktuellen […]

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  4. Tesla schafft nach Schlussspurt 5000 Model 3 in einer Woche - Die Wirtschaftsnews 2. Juli 2018 at 15:04

    […] Alto (dpa) – Tesla hat nach Angaben von Firmenchef Elon Musk das selbstgesteckte Ziel geschafft, in der letzten Juni-Woche 5000 Fahrzeuge seines ersten […]

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  5. […] Elon Musk ist der CEO von Tech-Unternehmen wie SpaceX, Tesla Motors, Neuralink und er ist der Vorsitzende von SolarCity. Bei SpaceX handelt es sich um privates Raumfahrtunternehmen. Zurzeit beliefert das Unternehmen die Raumstation ISS. Tesla hingegen entwickelt Elektroautos. Das Unternehmen Neuralink untersucht Möglichkeiten, menschliche Gehirne miteinander zu vernetzen. […]

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  6. Trotz hohen Verlusts: Anleger feiern Versprechen von Tesla-Chef Musk - Die Wirtschaftsnews 2. August 2018 at 8:18

    […] nahmen Anleger zur Kenntnis, dass Musk sich bei der obligatorischen Telefonkonferenz nach Vorlage des Quartalsberichts von seiner […]

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  7. […] Ebenfalls interessant: Elon Musk – der Mann hinter Tesla und PayPal […]

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