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Unternehmen aus zahlreichen Branchen suchen aktuell dringend Fachkräfte und werben um neue Mitarbeiter. Daher sollte man eigentlich davon ausgehen, dass es in den meisten Firmen keine Diskriminierung gibt. Die Realität ist jedoch eine andere.

Nach einer aktuellen Umfrage der Jobplattform Glassdoor werden in Deutschland über ein Drittel aller Mitarbeiter diskriminiert bzw. haben bereits von einer Diskriminierung am Arbeitsplatz mitbekommen. Für ihre Erhebung mit der Bezeichnung „Diversity and Inclusion Study 2019“ hat die Jobplattform Glassdoor in der Summe über 3.100 Berufstätige aus verschiedenen Ländern befragt. Dazu gehörten auch mehr als 600 Arbeitnehmer aus Deutschland.

Befragung von über 600 Berufstätigen aus Deutschland mit erschreckenden Ergebnissen

Das Ergebnis der Befragung ist erschreckend: Über ein Drittel aller Umfrageteilnehmer aus Deutschland wurden am Arbeitsplatz entweder schon einmal selbst diskriminiert oder haben entsprechende Vorgänge beobachtet. Die Erhebung zeigt zudem auf, welchen Grund es für die jeweilige Diskriminierung gab, nämlich:

• Geschlecht: 24 Prozent
• Alter: 22 Prozent
• Rassismus: 21 Prozent
• Sexuelle Orientierung: 15 Prozent

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Trotz dieser beunruhigenden Zahlen ist die Situation in anderen Ländern sogar drastischer. Dort ist die Diskriminierung am Arbeitsplatz noch weiter verbreitet. Dies trifft zum Beispiel auf die Vereinigten Staaten und Großbritannien zu, wie t3n berichtet.

Breiter aufgestellte Belegschaft in anderen Ländern

So erleben zwar über ein Drittel der deutschen Mitarbeiter Diskriminierung. Dieser Anteil ist jedoch im internationalen Vergleich noch relativ gering. Ein wesentlicher Grund besteht anscheinend darin, dass die Belegschaft beispielsweise in den Vereinigten Staaten oder Großbritannien im jeweiligen Unternehmen deutlich „gemischter“ als hierzulande ist.

Anders ausgedrückt haben die deutschen Arbeitnehmer nicht sehr häufig mit Kollegen zu tun, bei denen eine Diskriminierung typisch und möglich wäre. Zudem erkennen immer mehr deutsche Arbeitgeber, dass beim Thema Diskriminierung noch erheblicher Nachholbedarf besteht. Auch, dass sie Inklusion vorantreiben müssen, wissen die Firmen.

Diskriminierung: Mehr Gleichberechtigung gefordert

„Viele Teilgruppen von Berufstätigen erfahren alltäglich Diskriminierung in ihrem Berufsleben. Es bleibt zu hoffen, dass Unternehmen ihre Anstrengung für mehr Gleichberechtigung und Vielfalt in ihren Belegschaften verstärken und nicht nur Kosmetik betreiben“, sagt Felix Altmann, Arbeitsmarktexperte bei Glassdoor. „Vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel und demografischem Wandel könnte letzteres schnell zum Bumerang werden.“

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veröffentlicht von Redaktion

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