Wer hierzulande Möbel kaufen will, stößt vor allem auf den Namen IKEA. Der schwedische Möbelhändler dominiert den deutschen Markt. Ihm dicht auf den Fersen ist ein Konzern aus Österreich – XXXLutz. Und die Online-Konkurrenz holt ebenfalls stark auf. In diesem Beitrag erhalten Sie einen Überblick über die fünf größten Möbelhäuser in Deutschland.

Lange Jahre hatte IKEA die absolute Marktführerschaft im Bereich Möbelhandel inne. Trotz immer größerer Erfolge im Online-Handel ist die Konkurrenz in den vergangenen Jahren aber näher herangerückt. Eine Reihe von Zukäufen haben etwa den österreichischen Möbelhändler XXXLutz mittlerweile zur sicheren Nummer zwei gemacht. Im Laufe dieses Jahres könnte das Unternehmen IKEA sogar vom Thron stoßen.

Die fünf größten Möbelhäuser in Deutschland in der Übersicht

IKEA

IKEA, eines der 5 größten Möbelhäuser Deutschlands

IKEA, eines der 5 größten Möbelhäuser Deutschlands. (Bildquelle: Tanasan Sungkaew/shutterstock)

Bei IKEA handelt es sich um ein Unternehmen, das sich mit der Einrichtung von Häusern beschäftigt. Es wurde im Jahre 1943 in Schweden von Ingvar Kampard gegründet. Mittlerweile befindet sich der Hauptsitz des Unternehmens in den Niederlanden. Im Jahre 2015 wurde der 50. IKEA-Konzern in Deutschland eröffnet. Fast ein Fünftel des IKEA-Umsatzes stammt aus Deutschland. 2018 hat IKEA hierzulande ziemlich genau 5 Milliarden Euro Umsatz gemacht.

Grundsätzlich bietet IKEA ein Sortiment mit ungefähr 12.000 verschiedenen Produkten an, die allesamt mit der Einrichtung des eigenen Heims verknüpft sind. Am Ende des vorigen Jahrhunderts nahm IKEA auch Fertigungshäuser in das Sortiment auf. Darüber hinaus hebt sich der Konzern durch sein internes Restaurant von der Konkurrenz ab. Dort können Kunden während des Einkaufsbummels ein warmes Essen zu sich nehmen.

Auch die Gestaltung der Produkte findet in einer ganz speziellen Art und Weise statt. Dies resultiert daraus, dass fast alle Artikel in einer eigenen Designabteilung gestaltet werden. Oft werden hierfür auch spezielle Designer arrangiert.

XXXLutz

XXXLutz, auch eines der 5 größten Möbelhäuser Deutschlands

XXXLutz, auch eines der 5 größten Möbelhäuser Deutschlands. (Bildquelle: XXXLutz)

Bei XXXLutz handelt es sich um eine aus Österreich stammende Einrichtungskette aus der Branche des Möbeleinzelhandels. Der derzeitige Hauptsitz befindet sich in Wels. Das Unternehmen wurde im Jahre 1945 gegründet und wird derzeit von Alois Kobler, Andreas Seifert sowie Günther Gruber geleitet.

XXXLutz weist aktuell (Stand 2019) von 23.800 Menschen auf, von denen sich über 2.000 Menschen in der Ausbildung befinden. Der Betrieb erwirtschaftet gemeinsam mit dem 2018 übernommenen Konkurrenten Poco einen Umsatz von gut 4 Milliarden Euro pro Jahr. Heute ist der Konzern in fast 20 verschiedenen europäischen Ländern bekannt. 2019 könnte XXXLutz dank dem Kauf der Hälfte an der Möbelkette Roller die Spitzenposition auf dem deutschen Markt übernehmen.

Der Verkauf bei XXXLutz und den Marken Mömax und Möbelix wird hauptsächlich vor Ort, über den stationären Handel, betrieben. XXXLutz besitzt ein Sortiment mit ungefähr 35.000 Produkten. Bei diesen Artikeln handelt es sich hauptsächlich um Möbel jeglicher Art. Allerdings sind auch andere Einrichtungsgegenstände in diesem Sortiment zu finden.

Eine womöglich überraschende Information über das Unternehmen stellt das Werbelogo, der rote Stuhl, dar. Denn für dieses Werbelogo hat man den Konzern im Guiness World Buch der Rekorde verewigt. Das heißt, dass der Weltrekord für den größten Stuhl der Welt seit dem Jahr 2004 bei XXXLutz liegt.

Höffner

Bei der Höffner Möbelgesellschaft GmbH & Co. KG handelt es sich um einen Konzern in der Branche des Einzelhandels, der im Jahre 1874 von Rudolf Höffner in Berlin gegründet wurde. Heute befindet sich der Hauptsitz des Unternehmens immer noch in Berlin. Mittlerweile wird der Betrieb von dem Inhaber Kurt Krieger sowie den Geschäftsführern Klaus Kühnemann und Thomas Dankert betrieben.

Das Unternehmen weist eine Mitarbeiteranzahl von 6.000 Personen auf. Bei diesem Unternehmen handelt es sich um einen IHK-Ausbildungsbetrieb, der jährlich ungefähr 100 Auszubildende begleitet. Bei Höffner können junge Leute sehr viele verschiedene Berufe erlernen.

Grundsätzlich umfasst das Sortiment ungefähr 100.000 verschiedene Artikel. Alle Sortimentsartikel befassen sich mit dem Grundgedanken des Wohnens beziehungsweise des Einrichtens. Die Produkte werden entweder über den direkten stationären Handel oder einen Online-Shop vertrieben. Der Umsatz lag 2018 bei über 2,3 Milliarden Euro.

Roller/Tessner

Die Roller GmbH & Co. KG wurde im Jahre 1969 gegründet. Roller weist ungefähr 150 Einrichtungsmärkte auf. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich in Gelsenkirchen. Derzeit wird der Betrieb von den Geschäftsführern Thomas Vogler, Tessa Tessner, Andreas Mauz sowie Marcus Droste geleitet.

Der Konzern, der in der Branche des Einzelhandels wiederzufinden ist, hat derzeit ungefähr 6.000 Mitarbeiter und erreichte 2018 einen Umsatz von über einer Milliarde Euro. Im Sortiment des Unternehmens befinden sich Einrichtungsgegenstände aller Art.

Um den Betrieb bestmöglichst zu leiten, ist seit 2004 auch ein Online-Shop vorhanden, in dem Produkte bestellt werden können. Darüber hinaus ist Roller offizieller Sponsor des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

Porta

Bei der porta Möbel GmbH & Co. KG handelt es sich um ein Unternehmen in der Branche des Möbelhandels. Es wurde am 1. Dezember 1965 von Hermann Gärtner und dem mittlerweile verstorbenen Wilhelm Fahrenkamp gegründet. Der Hauptsitz befindet sich in der Stadt Porta Westfalica in Nordrhein-Westfalen. Mittlerweile weist Porta eine Menge an Tochterfirmen auf, welche sich in den unterschiedlichsten Branchen, wie zum Beispiel Gastronomie oder Logistik, befinden.

Abgesehen davon verrichtet das Unternehmen Porta immer wieder wohltätige Taten. Im Jahre 1993 wurde von Hermann Gärtner die Andreas-Gärtner-Stiftung gegründet. Die Einnahmen dieser Stiftung werden an Menschen, welche eine geistige Einschränkung erleiden müssen, gespendet. Da die Stiftung ehrenamtlich von dem Konzern selbst betrieben wird, kann davon ausgegangen werden, dass 100 Prozent dieser Einnahmen an die Stiftung weitergeleitet werden. Darüber hinaus wurde in den Jahren 2009 bis 2011 der Porta-Marathon vom Betrieb gesponsert.

Sollten Sie sich in naher Zukunft mit der Anschaffung von Möbeln beschäftigen, lohnt es sich definitiv, die einzelnen Möbelanbieter zu vergleichen und nach den einzelnen Konditionen zu differenzieren.

Auch interessant: Drogeriemärkte in Deutschland und ihre Onlineshops

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veröffentlicht von Harald

One Comment

  1. Immobilieninvestor Benko kauft Möbelkette Kika/Leiner - Die Wirtschaftsnews 15. Juni 2018 at 7:36

    […] Immobilieninvestor und Karstadt-Eigentümer René Benko kauft die angeschlagene österreichische Möbelhandelsgruppe Kika/Leiner. Die Konzernmutter Steinhoff Europe hat das Angebot zum Notverkauf an Benkos […]

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