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Seit es auch in Deutschland offiziell erlaubt ist, CBD-Öl und andere Cannabidiol-Produkte anzubieten, wächst der Markt unaufhaltsam. E-Commerce-Riese Amazon hält sich derweil aus dem Geschäft mit Cannabis bzw. CBD-Produkten heraus. Das wiederum eröffnet modernen Startups die Chance, in diesem Segment Gewinne zu erzielen. Cannaable tritt an, das Amazon für Cannabis zu werden.

Was ist CBD?

Bei CBD (Cannabidiol) handelt es sich um ein nicht-psychotropes Cannabinoid aus dem weiblichen Hanf/Cannabis. Der Substanz schreiben Befürworter eine entkrampfende und entzündungshemmende Wirkung zu. Auch gegen Angstzustände und Übelkeit soll CBD helfen. Eine Wirkung ist am Menschen aber noch nicht abschließend untersucht.

Darf man CBD-Öl in Deutschland verkaufen?

In Deutschland darf Cannabidiol als Nahrungsergänzungsmittel, aber nicht als Lebensmittel vertrieben werden. Produkte müssen entsprechend einen ausdrücklichen Hinweis auf das darin enthaltene CBD enthalten. CBD-Öl etwa kommt in der Kosmetik zum Einsatz. Nutzhanf, der einen hohen CBD-Gehalt, aber einen niedrigen THC-Gehalt hat, kann man in Österreich und der Schweiz kaufen, aber nicht in Deutschland.

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Hierzulande fallen solche Produkte unter das Betäubungsmittelgesetz. Es sei denn, der eingesetzte Hanf ist im EU-Sortenkatalog aufgeführt oder der THC-Gehalt unterschreitet 0,2 Prozent. In Deutschland bewegen wir uns beim Thema CBD eher in einer Grauzone. Landesbehörden überwachen den Verkauf von CBD-haltigen Produkten. Hin und wieder müssen Anbieter ein Produkt vom Markt nehmen. (Quelle: Wikipedia)

Hanfprodukte aber kein CBD bei Amazon

CBD-Produkte benötigen zudem eine Zulassung nach der Novel-Food-Verordnung. Die ist aber noch in der Prüfung. Verbraucherschützer sind der Meinung, dass die Produkte gar nicht verkauft werden dürften. Entsprechend halten sich manche großen Händler zurück, wenn es um den Verkauf von entsprechenden Produkten geht.

Wer beispielsweise auf Amazon nach CBD-Öl sucht, der findet … nichts. Stattdessen gibt es dort ausschließlich Produkte, die auf Hanf basieren, beispielsweise Hanftee, Hanfnudeln oder auch Hanfsamenöl – aber eben nichts mit .

Amazon für Cannabis: Was steckt hinter Cannaable?

Die Tatsache, dass Giganten wie Amazon noch nicht in den CBD-Markt eingestiegen sind, eröffnet Startups wie dem Marktplatz Cannaable eine große Chance.

Zwar war zunächst geplant, Produkte mit THC-Gehalt über den Marktplatz anzubieten, wie n-tv berichtet. Da THC in der Form jedoch in Deutschland illegal ist, konzentriert sich das Unternehmen nun auf CBD-Produkte.

Auf Cannaable sollen insbesondere CBD-Händler ihre Produkte präsentieren und ähnlich wie beim Marketplace-System von Amazon als auf der Plattform präsente Shops vertreiben können. Bereits jetzt konnten 30 Händler mit insgesamt rund 900 Produkten für den Marktplatz gewonnen werden. Einige Befürworter sprechen bereits vom Amazon für Cannabis, dem sogenannten Grünen Gold.

Marktplatz durch Marketing bekannter machen

Sicherlich von Vorteil ist, dass die Betreiber des Marktplatzes Cannaable selbst aus dem Marketing-Bereich stammen. Daher kennen sie sich mit SEO-Strategien und sonstigen Methoden aus, um beispielsweise eine Plattform bekannt zu machen.

Tatsächlich wird vermutlich noch viel Öffentlichkeitsarbeit notwendig sein, damit auch die breite Masse an Verbrauchern zumindest mögliche CBD-Produkte ins Auge fasst. Aus dem Grund möchte das Portal auch nicht nur die Möglichkeit zum Kauf für CBD-Produkte bieten, sondern ebenfalls Aufklärung betreiben und kostenlose Informationen liefern.

CBD-Berater: Tool soll Kunden Orientierung bieten

So bietet Cannaable einen CBD-Berater, wie Business-Punk schreibt. Dieses Tool hilft den Kunden, auf der Plattform das richtige Produkt zu finden. Soll es etwa zum Dampfen sein. Oder doch lieber Tropfen oder Tabletten. Als Verkaufsschlager gelten aktuell CBD-Öle.

Das Problem: Hersteller dürfen nicht mit möglichen positiven Wirkungen werben. Ein Werbeversprechen wie, dass damit Schmerzen gelindert werden könnten, ist laut Heilmittelwerbegesetz verboten. Für Einsteiger in die CBD-Produktewelt kann das Ganze also schnell unübersichtlich sein.

Was sind mögliche Nebenwirkungen von CBD?

Laut der deutschen Verbraucherzentrale sollen für CBD „zahlreiche unerwünschte Effekte bekannt“ sein. Dazu gehören Schläfrigkeit und Benommenheit, die bei jedem Zehnten vorkommen sollen. Auch Schlaflosigkeit, Schlafstörungen und innere Unruhe soll CBD auslösen.

Zu den übrigen CBD-Nebenwirkungen, die häufig vorkommen sollen, gehören Unwohlsein oder Durchfall. Auch Appetitlosigkeit und Hautausschläge werden genannt. Nach der Verwendung von CBD soll es zu dem möglich sein, dass die Infekthäufigkeit gesteigert ist.

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veröffentlicht von Redaktion

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