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China ist aktuell der größte Bitcoin-Produzent der Welt. Das liegt zum einen daran, dass es relativ billigen Strom gibt. Zum anderen stehen den chinesischen Mining-Farmen besonders leistungsstarke und somit schnelle Rechner zu günstigen Preisen zur Verfügung. Die Volksrepublik plant allerdings den Launch einer eigenen Kryptowährung. Da sind die Bitcoin-Miner der Regierung ein Dorn im Auge.

Hat China als Bitcoin-Miner-Paradies bald ausgedient?

Bis dato ist China für Bitcoin-Miner äußerst beliebt. Aktuell kommen fast zwei Drittel der weltweiten Rechenleistung für das Mining von Bitcoins vonseiten chinesischer Rechner. Der Hauptvorteil besteht in den günstigen Stromkosten, die sich insbesondere im Norden Chinas realisieren lassen.

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Aber auch die unmittelbare Nähe zu den Computerherstellern macht China für Bitcoin-Miner aufgrund der dadurch realisierbaren Kosteneinsparungen sehr beliebt. Dies könnte sich allerdings bald ändern, wenn China nämlich eine eigene Kryptowährung ins Leben ruft und damit in gewisser Weise auch gegen den Bitcoin vorgeht.

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Kryptowährungen: Chinesische Regierung ist skeptisch

Grundsätzlich ist die chinesische Regierung Kryptowährungen gegenüber allgemein durchaus skeptisch eingestellt. Immer wieder einmal wurde Bitcoin-Minern der Strom abgestellt – viele Farmen haben sich mittlerweile in der Mongolei und Kasachstan angesiedelt.

Neueste Entwicklung: Chinesische Krypto-Mining-Firmen sind derzeit im Iran aktiv. Dort sollen ihre Farmen schon für massive Stromausfälle gesorgt haben. Die Strompreise sind mit 2,2 Cent pro Kilowattstunden enorm günstig – selbst für chinesische Verhältnisse. Aktuell sollen die Mining-Farmen im Land 450 Megawatt an Strom verbrauchen – soviel wie normalerweise eine Stadt mit rund 150.000 Einwohnern verbraucht.

Dass die Miner die hohen Strompreise und die aufgrund der hohen Nachfrage enorm gestiegenen Hardwarekosten in Kauf nehmen, liegt auch daran, dass die steigenden Preise der Kryptowährungen hohe Verdienstmöglichkeiten bringen. So sollen Bitcoin-Miner Ende 2020 rund eine Million Dollar pro Stunde verdient haben.

Chinesen nutzten Bitcoin, um Ausfuhrbeschränkungen zu umgehen

Chinas Abneigung liegt aber nicht unbedingt nur an dem hohen Stromverbrauch. Vielmehr haben viele Chinesen in der Vergangenheit Bitcoin und andere Kryptowährungen genutzt, um damit die finanziellen Ausfuhrbeschränkungen zu umgehen. Heißt: Sie haben große Summen Renminbi/Yuan in Bitcoin investiert und die Coins dann an internationalen Krypto-Börsen in US-Dollar getauscht.

Mittlerweile hat China den Handel mit Kryptowährungen aber untersagt. Die Abneigung der chinesischen Regierung wird sich vermutlich noch verstärken, nachdem China bald eine eigene digitale Währung ins Leben ruft. Bereits jetzt arbeitet die chinesische Zentralbank an einer solchen Währung. Diese soll den Namen “Central Bank Digital Currencies” (CBDC) tragen.

CBDC ist keine Kryptowährung im engeren Sinne

Auf der einen Seite plant die chinesische Regierung eine eigene digitale Währung. Auf der anderen Seite handelt es sich allerdings im engeren Sinne nicht um eine typische Kryptowährung, da die digitale Währung CBDC nicht auf einer Blockchain beruht.

Dennoch oder vielleicht gerade deshalb betont die Bank of China allerdings, dass die geplante eigene digitale Währung im Vergleich zum Bitcoin und den anderen Coins und Token sicherer und verlässlicher sei.

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veröffentlicht von Oliver

Oliver schreibt bei Die Wirtschaftsnews regelmäßig über spannende Themen wie Aktien, Anlagestrategien, Kryptowährungen und allgemeine Wirtschaftsnachrichten.

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