Die Automobilkrise hat jetzt auch Opel erfasst. Der zum französischen PSA-Konzern gehörende deutsche Autobauer will in einem ersten Schritt 2.100 Jobs streichen. Später sollen insgesamt sogar mehr als 4.000 Stellen wegfallen.

Stellenabbau jetzt auch bei Opel

In der jüngeren Vergangenheit reagierten schon andere Automobilhersteller mit Stellenstreichungen auf die kommenden Umwälzungen in der Branche. Dazu gehören etwa Audi, Daimler und auch BMW. Jetzt hat die Automobilkrise auch den deutschen Hersteller Opel erfasst. Bei der PSA-Tochter sollen zukünftig innerhalb einer ersten Maßnahme bis zu 2.100 Jobs entfallen.

Insgesamt ist ein Abbau innerhalb der kommenden Jahre um bis zu 4.100 Stellen geplant. Bereits vor zwei Jahren hatte man vereinbart, etwa 7.000 Jobs zu streichen. Europaweit verfügt der Automobilhersteller aktuell über etwa 30.000 Mitarbeiter, wie Reuters schreibt.

Umbruch in der Branche und Zusatzfaktor PSA

Bei Opel gibt es insbesondere zwei Gründe für den geplanten Stellenabbau. Zum einen befindet sich die gesamte Automobilbranche im Umbruch, insbesondere aufgrund der verschärften CO2-Vorgaben.

Bei Opel kommt noch ein weiterer Faktor hinzu, nämlich dass PSA als Muttergesellschaft aktuell einen Zusammenschluss mit Fiat Chrysler durchführt. Fachleute gehen davon aus, dass der Konzern daher innerhalb Europas Überkapazitäten abbaut. Davon dürfte auch Opel nicht verschont bleiben.

Personalabbau durch Alters- und Abfindungsregelungen

In erster Linie will Opel/PSA den geplanten Stellenabbau über die Öffnung von Alters-, Vorruhestands- und Abfindungsprogrammen für weitere Jahrgänge abwickeln. Im ersten Schritt sollen so bis zu 2.100 Stellen reduziert werden.

Anschließend folgen zwei weitere Phasen mit jeweils einer Streichung von 1.000 Stellen. Etwas Positives gibt es allerdings auch zu vermelden: In der Zukunft will Opel sämtliche Astra-Varianten inklusive geplanter Hybridmodelle in Rüsselsheim bauen. Dies garantiert eine Auslastung im Stammwerk von mehreren Jahren.

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veröffentlicht von Oliver

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