Anzeige

Die sogenannten Musterfeststellungsklagen gegen Volkswagen sind gestartet. Eine Reihe von Juristen hat bereits im Vorfeld ein eindeutiges Urteil gegen VW gefordert. Nicht selten ist in dem Zusammenhang von einem Vorsatztäter die Rede. Daher könne die Konsequenz nur lauten, den Fahrzeugerwerb betroffener Autokäufer rückgängig zu machen.

Kläger fordern Erstattung des Kaufpreises

Ein wesentlicher Streitpunkt im Rahmen der Musterfeststellungsklage gegen den VW-Konzern besteht darin, ob man trotz jahrelanger Nutzung der betroffenen Fahrzeuge dennoch den vollen Kaufpreis erstatten muss. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Experten, die dies für die richtige Entscheidung halten. Das berichtet unter anderem die Frankfurter Rundschau.

Würde anders entschieden, käme dies dem Automobilhersteller in gewisser Weise sogar zugute. Bekäme der Automobilbauer seitens der Autokäufer aufgrund der Nutzung eine Art Entschädigung, würde also die übliche Nutzung vom Kaufpreis abgezogen, könnte dadurch der Absatz der Fahrzeuge insgesamt gesteigert werden.

Musterfeststellungsklage gestartet

Die Musterfeststellungsklage gegen den VW-Konzern ist am Montag angerollt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband vertritt in dem Zusammenhang über 400.000 Kunden des Automobilherstellers. Alle Betroffenen hatten die Fahrzeuge des Konzerns erworben, die VW bekanntlich mit einer sogenannten Betrugssoftware ausgestattet hatte.

Anzeige

Das Problem dürfte insbesondere darin bestehen, dass das geltende Recht bisher vorsieht, die bereits erwähnte Nutzungsentschädigung vom ursprünglichen Kaufpreis in Abzug zu bringen.

Abwarten könnte sich für VW lohnen

Sollte das Gericht tatsächlich so entscheiden, dass die Nutzungsentschädigung vom Kaufpreis abgezogen wird, könnte VW mit jedem weiteren Tag indirekt Geld einsparen. Daher könnte durchaus ein Interesse vorhanden sein, das Verfahren so zeitaufwändig wie möglich zu gestalten.

Aber selbst, nachdem das Verfahren abgeschlossen ist, ist es für Volkswagen vermutlich preiswerter abzuwarten, welche Betroffenen überhaupt noch weiter den Klageweg wählen. Experten rechnen damit, dass die Anzahl der Klagenden erheblich abnimmt. Demnach ist nicht unbedingt davon auszugehen, dass Volkswagen im ersten Weg mit allen Klagenden einen Vergleich anstrebt.

Ebenfalls interessant: Die 5 größten Autoversicherer Deutschlands

Verwandte Meldungen
Wichtiger Hinweis:
Alle Artikel unseres Magazins Die Wirtschaftsnews dienen der Information. Unsere Artikel verfassen wir unabhängig, sorgfältig und nach bestem Wissen und Gewissen. Die Redaktion übernimmt keine Haftung oder Gewähr für die Vollständigkeit der Inhalte. Wir übernehmen mit unseren Inhalten keine Beratungsfunktion, weder Anlage- noch Rechtsberatung. Unsere Empfehlungen erfolgen nach unseren Maßstäben. Ihr als Leser solltet sie aber eigenverantwortlich nutzen. Bei Bedarf wendet euch bitte an fachspezifische Experten. Speziell bei Artikeln zu Aktien oder Kryptowährungen handelt es sich ausdrücklich um Informationen zum Thema, nicht um eine Kaufempfehlung. Aktienkurse und die Preise von digitalen Währungen können sehr volatil sein, Verluste sind immer möglich. Einsteiger sollten nur soviel Geld investieren, wie sie in jedem Fall verschmerzen können.

veröffentlicht von Redaktion

Die Wirtschaftsnews bietet aktuelle Artikel rund um die Themen Wirtschaft und Finanzen sowie Ratgeber-Texte und Tipps zu Aktien-Anlagestrategien und Kryptowährungen – wie Bitcoin, Ethereum oder Litecoin – für Einsteiger und Fortgeschrittene.

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.