Schon seit Jahren beschweren sich manche Bürger, dass sie am Montag kaum noch oder gar keine Briefe mehr zugestellt bekommen. Jetzt hat die Monopolkommission angeregt, dass am Montag gar keine Briefzustellung mehr erfolgen soll.

5-Tage-Woche bei der Briefzustellung

Der Vorschlag der Monopolkommission würde dafür sorgen, dass die Deutsche Post im Bereich der Briefzustellung mehr Konkurrenz erhielte. Dazu ist allerdings die Überarbeitung des Postgesetzes notwendig. Viele andere Länder in Europa haben bereits seit langer Zeit eine Zustellung der Briefe lediglich an fünf Tagen in der Woche. Deutschland gehört hier zu den Ausnahmen.

Die Bundesnetzagentur zeigt sich gegenüber dem Vorschlag aufgeschlossen, wie Spiegel Online berichtet. Somit bestehen gute Aussichten, dass Briefe zukünftig tatsächlich nur noch von Dienstag bis Samstag zugestellt werden könnten.

Nur 2 Prozent der Brief kommen montags

Dass die Briefzustellung am Montag beim Wegfall zukünftig für keine größeren Probleme sorgen sollte, zeigen aktuelle Zahlen. So ist es bereits jetzt Fakt, dass an einem Montag lediglich rund zwei Prozent der wöchentlichen Briefzustellung erfolgt.

Rein rechnerisch betrachtet müsste jedoch bei sechs Zustellungstagen jeder einzelne Tag eine Quote von mehr als 15 Prozent haben. Daran zeigt sich, dass die geplante Abschaffung des Montags für die Briefzustellung im Grunde lediglich die Theorie der Praxis folgen lässt.

Nicht korrekt zugestellte Briefe

Ein weiterer Grund für den Vorschlag könnte darin bestehen, dass sich die Klagen der Menschen über nicht angekommene oder falsch zugestellte Briefe häufen. Im letzten Jahr verbuchte die Behörde erstmals Beschwerden in fünfstelliger Höhe. Ende des 3. Quartals 2019 gab es schon fast 13.000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur.

Letztendlich muss zudem darauf reagiert werden, dass der gesamte Postmarkt einem umfangreichen Wandel unterworfen ist. Dazu gehört auch, dass die Mengen an Briefsendungen ohnehin drastisch gesunken sind. Dies wiederum ist natürlich darauf zurückzuführen, dass immer mehr Korrespondenz per E-Mail oder Kurznachrichtendienste wie SMS oder Whatsapp erfolgt.

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veröffentlicht von Oliver

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