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Viele internationale Aktienmärkte, darunter auch der deutsche, erleben momentan einen regelrechten Boom. Die Kurse erreichen nahezu wöchentlich neue Höchststände. Der deutsche Aktienindex DAX zum Beispiel bewegt sich nur noch rund 50 Punkte unter seinem Allzeithoch von knapp 15.570 Punkten. Aber kann es mit den Kursen weiter nach oben gehen? Unsere technische Chart-Analyse liefert eine mögliche DAX-Prognose.

Gefahr einer größeren Kurskorrektur steigt

Immer dann, wenn sich die Börsenkurse über einen längeren Zeitraum durch zum Teil deutlich steigende Kurse auszeichnen, wächst das sogenannte Rückschlagspotenzial.

Das ist auch in der aktuellen Phase der Fall, denn aufgrund immer neuer Rekordkurse steigen die Risiken einer Kurskorrektur deutlich. Diese Auffassung vertreten immer mehr Experten, wie zum Beispiel die Anlagestrategen von JP Morgan.

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Aktienmärkte: Längster Bullenmarkt der Geschichte

Einen langfristigen, positiven Trend an der Börse bezeichnet man auch als sogenannten Bullenmarkt – im Gegensatz zum Bärenmarkt mit dauerhaft sinkenden Kursen. Im Grunde existiert der Bullenmarkt seit dem Ende der Finanzkrise der Jahre 2008/2009, wie das Manager-Magazin schreibt.

Seit dieser Zeit haben die Aktienmärkte im Durchschnitt ein Kursplus von fast 250 Prozent erzielt. Das hat zu einer Durchschnittsrendite von jährlich mehr als 20 Prozent geführt. Damit handelt es sich sogar historisch betrachtet um den Bullenmarkt mit dem längsten Zeitraum überhaupt.

Börsenkurse von Wirtschaftsentwicklung abgekoppelt

Eine Tatsache ist während des aktuellen Börsenbooms auffällig: Die Kurse haben sich mehr oder weniger deutlich von der konjunkturellen Entwicklung abgekoppelt. Normalerweise steigen Aktienkurse vor allem dann, wenn es auch der Wirtschaft und damit den Unternehmen sehr gut geht. Derzeit jedoch müssen nicht wenige Firmen um ihre Existenz kämpfen, vor allem natürlich aufgrund der Coronakrise.

Trotzdem befindet sich der Aktienmarkt weiterhin auf dem Weg nach oben, sodass man definitiv von einer Abkoppelung der Märkte sprechen kann. Es ist daher in den nächsten Wochen und Monaten spannend, ob sich der Boom fortsetzt oder doch eine größere Kurskorrektur einsetzt.

Im Rahmen ihrer regelmäßigen Chart-Analysen für Die Wirtschaftsnews werfen die Kollegen von Nebenberufliches Trading dieses Mal einen Blick auf den DAX. Wie ihre DAX-Prognose ausfällt, lest ihr hier.

DAX-Prognose: Neue Höchststände in Sicht

Der Dax steckt momentan in einer Seitwärtsrange fest. Diese ist oben durch die Widerstandszone 15550//15711 begrenzt und auf der Unterseite durch die Marken 15335//15268. Das bedeutet: Solange diese Zonen halten, ist im Tageschart die Richtung weiter unklar. Man kann hier jedoch gut die Boxen nutzen, um mit entsprechendem Chance-Risiko-Verhältnis beide Richtungen zu traden.

DAX-Kursentwicklung in der Chart-Analyse

DAX-Kursentwicklung in der Chart-Analyse. (Screenshot: Nebenberufliches Trading)

Übergeordnet im Wochenmuster zeigt der Dax weiterhin klar Stärke mit Ansprüchen auf neue Höchststände. Um diese jedoch zu erreichen muss zwingend die Box 15550//15711 überwunden werden. Dann lauten die mittelfristigen Ziele 16000 und 16258. Auch hier sind Fehlausbrüche einzuplanen.

Falls die Unterstützungszone 15335//15268 nicht halten sollte, kann es auch einen kleinen Sell-off in Richtung des nächst größeren Supports geben. Dieser befindet sich bei 14711//14523.

DAX-Prognose

DAX-Prognose: Nach oben, nach unten oder weiter seitwärts? (Screenshot: Nebenberufliches Trading)

Übergeordnete Bewegung im DAX: long

Spätestens hier müssen die Bullen bereit stehen, um die größere Longbewegung fortzusetzen. Unter dieser Zone wird es nämlich ziemlich dunkel im Bullenstall! Aus unserer persönlichen Sicht mutet die übergeordnete Bewegung im DAX natürlich long an. Jedoch besteht hier auch eine Gefahr des Kursrückgangs. Denn die Leitindizes in Übersee sind bis jetzt nur in einer Korrekturbewegung aufwärts. Es muss jederzeit mit neuen Abschlägen gerechnet werden.

Aus diesem Grund sollte man unbedingt auch die Bärvariante auf dem Radar haben! Die Chancen, dass der Dax sich in dem Fall gegen den US-amerikanischen Markt stellt, sind äußerst gering.

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veröffentlicht von Nebenberufliches Trading

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