Kryptowährungen sind ein Objekt zur Investition und vielleicht das Zahlungsmittel der Zukunft. Doch nur wenige wissen wirklich, was es damit auf sich hat. Kryptos zu kaufen ist heutzutage kinderleicht und auch die Einsatzmöglichkeiten werden immer interessanter – egal, ob NFTs und Games mit Ethereum oder Bitcoin Casinos, wobei Bitcoin natürlich nicht die einzige Kryptowährung ist, die von Bitcoin Casinos und anderen Anbietern im Netz als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Ethereum, Ripple oder Litecoin gehören auch dazu – was nun aber sind die Unterschiede der zur Verfügung stehenden Coins?

Diese Frage stellt sich für viele die Frage und noch grundlegender die Frage, was Kryptowährungen eigentlich genau sind und welche davon als die aktuell am gefragtesten gelten? Wir erklären die Grundlagen und werfen einen Blick auf die beliebtesten Kryptos auf der Welt.

Die Geschichte der Kryptowährungen

Der Lebenslauf der Kryptos ist eine Geschichte voller Aufstieg und Fall. Die erste Kryptowährung Bitcoin wurde 2009 von einem unbekannten Programmierer mit dem Pseudonym Satoshi Nakamoto entwickelt.

Nakamoto entwickelte das Konzept der Blockchain, einer dezentralen Datenbank, die es Nutzern ermöglicht, Transaktionen ohne die Hilfe einer zentralen Behörde abzuwickeln. Bitcoins wurden ursprünglich als eine Möglichkeit gesehen, Waren und Dienstleistungen im Internet zu bezahlen, ohne dass Banken oder Regierungen eingreifen konnten. Im Laufe der Zeit entwickelte sich Bitcoin jedoch zu einem spekulativen Investitionsvehikel, da die Nachfrage nach der digitalen Währung stieg und stieg.

Die Preise für Bitcoin und andere Kryptowährungen schossen in die Höhe, als immer mehr Menschen in den Markt eintraten. Doch die Krypto-Blase platzte Anfang 2018, als die Nachfrage nach Bitcoin und anderen Kryptowährungen nachließ. Viele Anleger verloren ihr gesamtes investiertes Kapital, als die Preise für Bitcoin & Co. einbrachen. Trotz dieses Rückschlags gibt es immer noch viele Menschen, die an die Zukunft dieser digitalen Währung glauben. Die Zukunft wird zeigen, in welche Richtung sich der Markt bewegt.

Bitcoin – die Königin der Kryptos

Bitcoin, ist die Kryptowährung, welche alle anderen in den Schatten stellt. Sie ist die erste und die größte und wird auch als die Königin der Kryptos bezeichnet. Bitcoin ist seit 2009 im Umlauf und hat sich seither zu einer enorm wertvollen Währung entwickelt. Ein Bitcoin war anfangs nur ein paar Cent wert, doch mittlerweile kostet ein Bitcoin mehrere Tausend Euro. Er ist dezentralisiert und wird nicht von einer Zentralbank oder Regierung kontrolliert. Die Kryptowährung basiert auf einer Blockchain-Technologie, die für Sicherheit und Transparenz sorgt.

Ethereum – die Zukunft des Internets?

Ethereum ist eine Blockchain-Technologie, die mehr kann als der Bitcoin. Sie ermöglicht es, sogenannte „Smart Contracts“ abzuschließen – Verträge, die ohne menschliche Intervention ausgeführt werden. Dies macht Ethereum zu einer interessanten Alternative für viele Unternehmen und Organisationen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass es deutlich schneller ist als Bitcoin und Transaktionen in wenigen Sekunden abwickelt. Doch Ethereum ist noch lange nicht perfekt. So kam es in der Vergangenheit bereits zu einigen Hacker Angriffen, bei denen Kryptowährungen gestohlen wurden. Außerdem ist die Technologie noch relativ neu und es gibt noch keine langfristigen Erfahrungen mit ihr. Trotzdem ist Ethereum auf einem guten Weg und könnte in Zukunft das Internet revolutionieren.

Litecoin – das Gold der Kryptos?

Litecoin ist eine Kryptowährung, die oft als das Gold der digitalen Währungsmittel bezeichnet wird. Das liegt daran, dass Litecoin viele der Eigenschaften von Bitcoin hat, aber auch einige entscheidende Vorteile. Zum Beispiel ist er schneller als Bitcoin, was bedeutet, dass Transaktionen schneller abgewickelt werden können. Litecoin ist auch weniger anfällig für Hackern und Cyberkriminalität, was bedeutet, dass es für Investoren eine attraktivere Wahl sein kann.

Ripple – ein Liebling der Banken

Bei Ripple handelt es sich um eine digitale Währung, welche bei Banken und Finanzinstituten beliebt ist. Denn Ripple verfügt über ein eigenes Netzwerk namens „RippleNet“, das speziell für den Zahlungsverkehr zwischen Banken und anderen Finanzinstituten entwickelt wurde. Durch dieses Netzwerk können Überweisungen in Echtzeit durchgeführt werden – und das zu preiswerten Konditionen.

Zudem ist Ripple sehr sicher, da das Netzwerk auf einer Blockchain basiert. Kein Wunder also, dass Ripple in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Doch was genau ist Ripple eigentlich? Und könnte Ripple die Bankenwährung werden? Ripple ist eine Kryptowährung, die auf einer Blockchain basiert. Anders als bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen, die auf einer öffentlichen Blockchain basieren, ist RippleNet jedoch eine private Blockchain. Das bedeutet, dass nicht jeder Zugriff auf das Netzwerk hat – nur ausgewählte Teilnehmer, die von Ripple Labs autorisiert wurden.

Das Ziel ist es, den Zahlungsverkehr zwischen Banken und Finanzinstituten zu verbessern. Dafür wird die Blockchain-Technologie genutzt, um Transaktionen schneller, billiger und sicherer abzuwickeln. Ripple könnte also die Bankenwährung werden, doch es gibt auch Kritik. So ist RippleNet nicht so dezentral wie andere Blockchains und es besteht die Gefahr, das Ripple Labs zu viel Macht über das Netzwerk bekommt.

IOTA – vom Kommunikationsprotokoll zur Kryptowährung

Bei IOTA handelt es sich um eine speziell für die Kommunikation zwischen Maschinen entwickelte Kryptowährung. Es wird als sogenanntes Directed Acyclic Graph Protokoll (DAG) betrieben und soll somit eine skalierbare, dezentrale und sichere Kommunikation zwischen Geräten ermöglichen. IOTA ist bereits seit 2015 am Markt und hat sich in den letzten Jahren zu einer der beliebtesten Kryptowährungen entwickelt. Im Januar 2018 erreichte IOTA mit einem Marktvolumen von knapp 12 Mrd. US-Dollar einen Rekordwert.

Bitcoin Cash – die Fork von Bitcoin

Bitcoin Cash ist eine Fork von Bitcoin, die im August 2017 entstanden ist. Bitcoin Cash entstand aus einer Debatte darüber, wie die Blockgröße von Bitcoin erhöht werden sollte. Die Erhöhung würde es ermöglichen, mehr Transaktionen pro Sekunde zu verarbeiten und so die Skalierbarkeitsprobleme von Bitcoin zu lösen.

Einige Mitglieder der Bitcoin-Community glaubten jedoch, dass die Blockgröße nicht erhöht werden sollte, da dies zu einer Zentralisierung führen könnte. Aus diesen Streitigkeiten entwickelte sich Bitcoin Cash. Es hat eine größere Blockgröße als Bitcoin und kann dadurch mehr Transaktionen pro Sekunde verarbeiten. Bitcoin Cash ist jedoch nicht so stark verbreitet wie Bitcoin und hat einen geringeren Marktanteil.

Es gibt einige Kryptos mit Potenzial. Bitcoin ist zweifellos die gefragteste Kryptowährung auf dem Markt, aber es gibt auch andere wie Ethereum, Litecoin und Bitcoin Cash, die ebenfalls viel Aufmerksamkeit erregen. Welche Krypto sich am Ende durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. In jedem Fall sind Kryptowährungen eine spannende Entwicklung und es wird interessant sein, diese zu verfolgen.

veröffentlicht von Jörn

Jörn Brien ist Chefredakteur und Betreiber von Die Wirtschaftsnews – deinem Ratgeber für Aktien und Kryptowährungen. Der Journalist arbeitet(e) für verschiedene namhafte Publikationen in Deutschland und Österreich, darunter Golem, Kurier, t3n, e-media, Futurezone und pressetext. Darüber hinaus betreibt er den Online-Buchshop Meine Buchhandlung Wien und mehrere Facebook-Gruppen sowie Blogs.

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