Trotz Coronakrise gibt es aktuell einen regelrechten Boom im globalen Handel. Dieser ist allerdings derzeit gebremst, weil die dringend für den Frachtverkehr benötigten Container inzwischen knapp sind. Dies resultiert in einer regelrechten Explosion der Frachtpreise. Die haben sich in den letzten Wochen verdreifacht.

Containerknappheit führt zu Verspätungen

Immer mehr Kunden beschweren sich bei den verschiedenen Händlern darüber, dass ihre bestellte Ware deutlich verspätet eintrifft bzw. noch nicht eingetroffen ist. Der wesentliche Grund dafür ist, dass Container, die man insbesondere für den Warenverkehr zwischen Asien (China) und dem europäischen Festland benötigt, knapp sind.

Ein Resultat ist, dass sich in den vergangenen zwei Monaten die Frachtraten innerhalb der bedeutenden Schifffahrtsrouten zwischen China und dem Norden Europas ungefähr verdreifacht haben, wie das Manager-Magazin berichtet.

Buchung der Container deutlich teurer

Ende des vergangenen Jahres kostete die Buchung eines größeren Containers noch ungefähr 2.800 Dollar. Heute hingegen muss man mit rund 9.000 Dollar mehr als das Dreifache bezahlen. In diesem Fall für einen 40 Fuß großen Container.

Häfen stoßen an ihre Grenzen

Nicht nur die Knappheit der Container bremst den weltweiten Warenhandel aktuell. Ein weiteres Problem ist die mangelnde Kapazität zahlreicher Häfen. Diese können aktuell oftmals nicht so viele Güter umschlagen, wie es eigentlich aufgrund der Nachfrage erforderlich wäre.

Ein Grund ist, dass es insbesondere zu Beginn der Pandemie drastische Einbrüche im internationalen Handel mit Waren gab. Von diesem geringeren Niveau ausgehend sind jedoch mittlerweile erhebliche Umsatzanstiege zu verzeichnen.

Experten: Entspannung nach Neujahrsfest

Die meisten Fachleute gehen davon aus, dass es erst nach der Beendigung des Lockdowns wieder zu einer Entspannung kommen dürfte. Aber auch das anstehende Neujahrsfest in China, das auf Mitte Februar verschoben wurde, führt naturgemäß dazu, dass die dortige Industrieproduktion nachlässt. Dann könnten die aufgestauten Waren transportiert werden, ohne die zu geringe Kapazitäten der Container immer weiter ins Jahr hinein mitzunehmen.

veröffentlicht von Jörn

Jörn Brien ist Chefredakteur und Betreiber von Die Wirtschaftsnews – deinem Ratgeber für Aktien und Kryptowährungen. Der Journalist arbeitet(e) für verschiedene namhafte Publikationen in Deutschland und Österreich, darunter Golem, Kurier, t3n, e-media, Futurezone und pressetext. Darüber hinaus betreibt er den Online-Buchshop Meine Buchhandlung Wien und mehrere Facebook-Gruppen sowie Blogs.

One Comment

  1. […] oder 1.556 Euro. Dazu kommen noch knapp 50 Euro Versandkosten. Der zusätzliche Einfuhrzoll und die zu erwartende lange Lieferzeit in Corona-Zeiten machen aber jetzt aber nicht so wirklich Lust auf einen […]

    Antworten

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.